nuART
Plattform für improvisierte Kunst

Archiv
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Nils Fischer in Baden, Schweiz

18.Januar 2016                  
Marena Whitcher's Shady Midnight Orchestra   
im IsebÀhnli, Baden

Nils Fischer in ZĂŒrich

23.Januar 2016                  
Marena Whitcher's ShadyMidnight Orchestra              
Mehrspur, ZĂŒrich

Frank Paul Schubert in Berlin

January 25th, Berlin, Schlot
Peter Van Huffel – alto & soprano saxophone
Frank Paul Schubert – alto & soprano saxophone
Meinrad Kneer – bass
Christian Marien – drums
https://duckduckgo.com/

Nils Fischer in Davos

30.Januar 2016                
Raphael Jost and lots of horns                  
in Davos

							             

The Great Harry Hillman in Basel

11.Februar 2016                  
The Great Harry Hillman 
Bird's Eye, Basel

Josephine Bonnet >Aus dem Nix<

Josephine Bonnet
Aus dem Nix
22.2.16 – 10.4.16
Eröffnung: Montag, 22.2.16, 20 Uhr
BegrĂŒĂŸung: Alexa Heyder
Performative Kunstraumerweiterung mit Andreas Krennerich, Saxophon, Anna Mandel, Stimme und Josephine Bonnet, Aktion
Galerien fĂŒr Kunst und Technik

www.galerien-kunst-technik.de

Arnoldstraße 1
73614 Schorndorf

Nils Fischer in Bern

24.Februar 2016                  
Christoph Utzinger's Palladium          
Jazzwerkstatt Bern

FABRIC TRIO & Achim Kaufmann in Berlin

March 29th, Berlin, B-Flat
FABRIC TRIO & Achim Kaufmann
Frank Paul Schubert – soprano saxophone
Achim Kaufmann – piano
Mike Majkowski – bass
Yorgos Dimitriadis – drums, percussion

krennerich/schubert/kneer/fischerlehner im Miss Hecker

Andreas Krennerich – sopranino & soprano saxophone
Frank Paul Schubert – soprano saxophone
Meinrad Kneer – bass
Rudi Fischerlehner – drums

Samstag, 23.April 2016  18 Uhr

Miss Hecker, Berlin

krennerich/schubert/ellenbogen/bélanger de beauport im Mainzer 7

Andreas Krennerich – sopranino & soprano saxophone
Frank Paul Schubert – soprano saxophone
Shasta Ellenbogen – viola
RĂ©my BĂ©langer de Beauport – cello

Kulturraum Mainzer 7,  Mainzer Strasse 7, 12053 Berlin

FABRIC TRIO in Berlin

26.Mai, Berlin, Musikinstrumentenmuseum
FABRIC TRIO
Frank Paul Schubert – soprano saxophone
Mike Majkowski – bass
Yorgos Dimitriadis – drums, percussion

Josephine Bonnet >line out<

Josephine Bonnet
>line out<

temporÀre Raumzeichnung mit textilen Elementen
3.6.16 – 26.6.16


Eröffnung 3.6.16, 19 Uhr
BegrĂŒĂŸung: Katrin Burtschell
Performative Kunstraumaumerweiterung mit Andreas Krennerich, Saxophon, Anna Mandel, Stimme und Josephine Bonnet, Aktion

Freie Kunstakademie Baden-WĂŒrttemberg e.V.
www.fkbw.de

Standort NĂŒrtingen (FKN)

Melchiorareal
Neckarstraße 13
72622 NĂŒrtingen

FOILS QUARTET in Darmstadt

3.Juni 2016, Darmstadt, Jazz-Institut
FOILS QUARTET
Matthias MĂŒller – trombone
Frank Paul Schubert – soprano saxophone
John Edwards – bass
Mark Sanders – drums

FOILS QUARTET im Zoglau 3

4.Juni 2016
Zoglau3 , Raum fĂŒr Musik, 84367 Taubenbach / Reut
FOILS QUARTET
Matthias MĂŒller – trombone
Frank Paul Schubert – soprano saxophone
John Edwards – bass
Mark Sanders – drums

FOILS QUARTET in Weikersheim

5.Juni 2016, Weikersheim Club W71
FOILS QUARTET
Matthias MĂŒller – trombone
Frank Paul Schubert – soprano saxophone
John Edwards – bass
Mark Sanders – drums

>Leuchten<

Samstag, 25. Juni 2016, 19 Uhr

Abendwerkstatt im Anthroposophischen Zentrum Kassel, Wilhelmshöher Allee 261

„LEUCHTEN“

vocaLumen.FRAUENKAMMERCHOR Hannover

Beatrice Lauffer (Kassel) – Rezitation

Duo SELBANDER:

Angelika Remlinger (Kassel) – Stimme; Thomas Reuter (Hannover) – Piano, Stimme

Im Mittelpunkt des Abends stehen Gedichte von Paul Celan. Sie erklingen als Rezitationen und darĂŒber hinaus als A-cappella-Vertonungen des Komponisten Thomas Reuter. Hinzu kommen freie musikalische Improvisationen, inspiriert von der unvergleichlichen Lebendigkeit und manchmal bestĂŒrzenden AktualitĂ€t der Wortschöpfungen Celans. Ein Raum der Begegnung entsteht, in dem das Hören der Anwesenden möglicherweise in Momente aktiver Beteiligung einmĂŒndet.

saxplot bei >en courant-kiezklang<

K-R-A-M Sommer 2016  >en  courant-kiezklang<

im Hölderlinviertel, Stuttgart

14-17 Uhr in der GEDOK, Hölderlinstraße 17

>saxplot< mit Nils Fischer (Baritonsaxophon/Baßklarinette) als Ersatzmann fĂŒr Lömsch Lehmann

 

Foto von Christian Klein

GRID MESH in Lisboa

July  15th, Lisboa, Portugal, Jazz im Goethe-Garten
GRID MESH
Johannes Bauer – trombone
Frank Paul Schubert – saxophone
Andreas Willers – electric guitar, devices
Willi Kellers – drums

>monkolog 16< im Hufeisen

monkolog 16

Das schlagzeuglose Trio monkolog 16 mit Christof Thewes an der Posaune, Andreas Krennerich an Sopranino- und Sopransaxophon und Boris Kischkat an der Gitarre widmet sich bisher ausschliesslich den Kompositionen des genialen Jazzpianisten Thelonious Monk. Monks StĂŒcke stehen deutlich in der Jazztradition und weisen zugleich in ihrer Sperrigkeit, sympathischen Verschrobenheit und OriginalitĂ€t weit ĂŒber sie hinaus, waren und sind Inspirationsquellen fĂŒr Generationen von improvisierenden Musikern.

monkolog 16 verzichtet nun nicht nur auf das Schlagzeug, sondern auch auf Bass und Piano und damit auch auf unmittelbare klangliche Reminiszensen an historische Monk-Formationen. Umso mehr rĂŒckt Monks melodisch-rhythmisch-harmonischer Einfallsreichtum ins Zentrum des Interesses. Monks Themen, die so zahlreich sind, dass man an jedem Tag der Woche ein komplett anderes abendfĂŒllendes Programm spielen könnte, klingen in der Kombination mit Posaune, hohen Saxophonen und Gitarre erfrischend unverbraucht und eröffnen ein weites Feld gemeinsamer improvisatorischer Erkundungen im monkschen Kosmos.

Foto von Christian Klein

Mandel Krennerich Bonnet Raumintervention Vol 5.1 Improvisierte Neue Musik mit Raumzeichnung

Donnerstag, 29.9.2016, 19:30 Uhr

GEDOK Stuttgart, Hölderlinstrasse 17

Mandel Krennerich Bonnet

Raumintervention Vol 5.1

Improvisierte Neue Musik mit Raumzeichnung

Das Musiker-Duo Anna Mandel (Stimme)/Andreas Krennerich (Saxophone) und die bildende KĂŒnstlerin Josephine Bonnet entwickeln eine akustische Raumzeichnung in der Galerie der GEDOK.

Vor Ort, fĂŒr den Ort, mit dem Ort kommunizieren die drei KĂŒnstlerInnen untereinander, mit dem Raum, der Zeit und dem Publikum. Das Improvisieren verbindet alles und alle. Josephine Bonnet arbeitet mit verschiedenen Tapes, farbigen StoffbĂ€ndern und Materialien, die sie vor Ort findet.

Die Musiker improvisieren frei im sich einlassen auf das andere Instrument und das Handeln der KĂŒnstlerin.

In diesem Wechselspiel aus Tönen, Bewegung und rÀumlichen VerÀnderungen entsteht die Raumzeichnung.

Josephine Bonnet studierte Bildhauerei an der Staatlichen Akademie der Bildenden KĂŒnste Karlsruhe und war MeisterschĂŒlerin bei Professor Balkenhol. Verschiedene Stipendien fĂŒhrten sie nach Ungarn, Sachsen, DĂ€nemark. Sie lebt und arbeitet in NĂŒrtingen und kuratiert dort seit 2007 den Ausstellungsraum „Schauraum“.

Anna Mandel, geboren in Berlin, aufgewachsen mit atonaler Musik, Studium der Philosophie und Bildhauerei, Darstellerin bei Robert Wilson u. Harun Farocki, BĂŒhnenbildassistenz bei Johannes SchĂŒtz an der Oper Frankfurt/M. Lebt und arbeitet in Hamburg als freie bildende KĂŒnstlerin, Illustratorin und experimentelle SĂ€ngerin.

Andreas Krennerich, Saxophonstudium an der Musikhochschule Stuttgart; KonzerttÀtigkeit als Saxophonist mit improvisierter und komponierter Musik; Konzertreisen in Europa, USA und Brasilien; Aufnahmen mit dem SWR und zahlreiche CD-Produktionen; Mitinitiator von nu ART

Thomas Reuter in Schoorl, Holland

20./21. Oktober 2016

Improvisationsworkshop und Konzert mit Andreas Krennerich (Saxophone) und Angelika Remlinger (Stimme)

in Schoorl, Holland

ROPE QUARTET in Wiesbaden

11.November 2016, Wiesbaden
ROPE QUARTET
Uwe Oberg – piano
Frank Paul Schubert – soprano axophone
Paul Rogers – 7 string bass
Mark Sanders – drums

Heartbeat in Magdeburg

Festung Mark, Hohepfortewall 1 , 20 Uhr

ROPE QUARTET in Schorndorf

12.November 2016, Schorndorf, Manufaktur
ROPE QUARTET
Uwe Oberg – piano
Frank Paul Schubert – saxophone
Paul Rogers – 7-string bass
Mark Sanders – drums

Heartbeat im Kulturverein Platenlaase

Kulturverein  Platenlaase, Platenlaase Nr 15, 29479 Jameln

Heartbeat im Ali Theater

Ali Theater , Waldshut-Tiegen, Marktplatz 17

nu ART festival >contemporary expeditions<

Samstag, 26.11.2016 , 19:30 Uhr

AM RANDE / GraphicSound VIII / opel rost

Sonntag, 27.11.2016, 19:30 Uhr

FOILS / (Real Live) Super Heroes / lenz , leseperformance

nils fischer, bassklarinette, baritonsaxofon (schweiz)

teresa hackel, blockflöte (schweiz)

franz hautzinger, vierteltontrompete (wien) , Bild auf AnkĂŒndigungsseite von Nicole Fortin

klaus hemmerle, sprache (stuttgart)

jörg kallinich, dia-projektion (tĂŒbingen)

rike kohlhepp, violine/stimme (stuttgart)

andreas krennerich, saxofone (stuttgart)

emanuel kĂŒnzi, schlagzeug (schweiz)

mark kysela, saxofone, klarinetten (stuttgart)

nikola lutz, saxofone, tĂĄrogatĂł (stuttgart)

matthias mĂŒller, posaune (berlin)

hans-peter pfamatter, piano (schweiz)

thomas reuter, piano/stimme (hannover)

frank paul schubert, sopransaxofon (berlin)

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Ort: GEDOK Stuttgart, Hölderlinstrasse 17

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PROGRAMM

26.11.2016 , 19:30 Uhr

# 1 stuttgart-mit-pferd_weiss_transparent

AM RANDE

rike kohlhepp, violine/stimme (stuttgart)

franz hautzinger, vierteltontrompete (wien)

teresa hackel, blockflöte (schweiz)

andreas krennerich, saxofone (stuttgart)

Der Wunsch die Konvention der Moderne hinter sich zu lassen, akut zu hören und zu spielen, bringt diese ungewöhnliche Besetzung zusammen. Es ist eine Begegnung, neu, chancenreich.

VielfĂ€ltige Schattierungen auf Blockflöten entfaltet Teresa Hackel, eine in der Schweiz lebende Ă€ußerst sensible Spielerin. Franz Hautzinger aus Wien, ein ungewöhnlich prĂ€senter Musiker, experimentiert auf seiner Vierteltontrompete. Die IntensitĂ€t seiner ausgefeilten Spielmöglichkeiten hĂ€ngt nicht von der einzelnen Aktion ab. Andreas Krennerich, Jazzmusiker und freier Improvisator fĂŒhrt das Bariton- und Sopraninosaxophon durch die Welten der multiphonen KlĂ€nge wĂ€hrend Geigerin Rike Kohlhepp ihre stimmlichen und instrumentalen Äußerungen mit der Intention verbindet, durch die ZusammenfĂŒhrung dieser Musiker, einmalige neue Musik zu machen. VerblĂŒffend, wie stark Weniges sein kann.

# 2

GraphicSound VIII

jörg kallinich, dia-projektion (tĂŒbingen)

invading pleasures : nikola lutz, saxofone, tĂĄrogatĂł (stuttgart)

mark kysela, saxofone, klarinetten (stuttgart)

Mit der Reihe GraphicSound erforscht Nikola Lutz seit 2006 ZusammenhĂ€nge von visueller und auditiver Wahrnehmung. Dabei kommen musikalische Grafiken als formbildendes Element fĂŒr Improvisation zum Einsatz. FĂŒr die Erstellung der Grafiken entsteht zunĂ€chst eine Sammlung von Fotografien, die ein Thema umreißen. Daraufhin werden in einem Prozess der Abstraktion aus Details dieser Fotografien Zeichnungen, die dann gescannt und auf halbtransparente Folie gebracht werden. In GraphicSound VIII wird Jörg Kallinich diese Zeichnungen abermals abfotografieren und auf seine einzigartige Methode der Improvisation mit Dias ĂŒbertragen. Mit dieser Technik ist er in der Lage spontan mehrfach ĂŒberlagernde Bildschichten zu erzeugen, und so gemeinsam mit Nikola Lutz und Mark L. Kysela zu improvisieren. Auf diese Weise wird die Improvisationsmöglichkeit auf die Partiturentstehung ausgedehnt, somit eine fixe Komponente ganz zum Verschwinden gebracht und der Improvisationsraum wĂ€chst in eine neue Dimension hinein. Anstelle eines monodirektionalen Inputs, der ĂŒber eine Reaktion zu einem Output fĂŒhrte, entsteht ein System bidirektionaler Wahrnehmungstrigger, eine dynamische Balance von Input und Output aller Beteiligter. Aktion und Reaktion geraten in eine Art Wirbel und bedingen einander in kaum noch voneinander zu unterscheidender Weise.

# 3

>opel rost<

nils fischer, bassklarinette, baritonsaxofon (schweiz)

hans-peter pfamatter, piano (schweiz)

emanuel kĂŒnzi, schlagzeug (schweiz)

„Opel Rost“ ist der Name der aktuellen Luzerner Trioformation von Emanuel Künzi (Schlagzeug), Nils Fischer (Baritonsax/Bassklarinette) und Hans-Peter Pfammatter (Piano, synths & electronics). „Opel Rost“ improvisiert Musik ohne Vorlage. Es geht um die gemeinsame Suche, der Gleichzeitigkeit auf die Schliche zu kommen. Behauptung, Spannung, Auflösung? Wiederaufnahme, Zeit und Raum. Ein Experiment.

Die künstlerische und handwerkliche Absicht der Improvisatoren ist es, sogenannte InstantKompositionen zu erschaffen. Grundlagen dafür sind Melodiemotiv, Klangereignis und rhythmischer Zyklus; aus Schwingung und Bewegung „right-now“ wird Musik erschaffen. Hier beginnt das Stück. Ob es gelingen wird? Das lĂ€sst sich nicht vorhersehen. Allein die Absicht zĂ€hlt, den Versuch zu tun.

27.11.2016, 19:30 Uhr

# 4

FOILS

frank paul schubert, sopransaxofon (berlin)

matthias mĂŒller, posaune (berlin)

Frank Paul Schubert und Matthias MĂŒller arbeiten seit 2009 als Duo, nachdem sie sich schon zuvor in verschiedenen Konstellationen musikalisch begegnet waren. Bei Foils beschrĂ€nken sie sich auf die ungewöhnliche Besetzung von Sopransaxophon und Posaune. Das Duo vermeidet hierbei oberflĂ€chliche Kontrasteffekte, die durch die Instrumentation nahe liegen, und setzt stattdessen auf eine einheitliche Verschmelzung. Bei aller AgilitĂ€t und Turbulenz in den einzelnen Stimmen entsteht ein homogenes Klangband, das eher einen texturellen als einen narrativen Charakter hat.‹Im Jahr 2011 erschien die DebĂŒt-CD Foils auf dem englischen Label FMR.

#5

(Real Live) Super Heroes

Musikperformance von Nikola Lutz

Superhelden sind bekanntlich Comicfiguren, die besondere FĂ€higkeiten besitzen, sie können z.B. fliegen können oder sind wahnsinnig stark. Sie tragen ein KostĂŒm und geben oft unspektakulĂ€re freundliche Hilfestellungen in alltĂ€glichen Situationen, sind allerdings auch stets zu dramatischen und gefĂ€hrlichen Aktionen bereit um die Gesellschaft, die Welt oder gefĂ€hrdete Personen zu retten.

Real Live Super Heroes sind reale Personen, die sich im echten Leben in diesen Superhelden nachempfundenen KostĂŒmierungen in gleichermaßen banale wie gefĂ€hrliche Situationen begeben um anderen Menschen zu helfen z. B durch Essensausgabe an Arme. Im Unterschied zu den Super Heroes haben sie selbstverstĂ€ndlich keine ĂŒbernatĂŒrlichen FĂ€higkeiten, was sie in bestimmten FĂ€llen weit grĂ¶ĂŸeren Gefahren aussetzt als ihre Vorbilder, und nicht immer sind sie bei den staatlichen OrdnungshĂŒtern besonders beliebt, da sie sich manchmal in die NĂ€he der Selbstjustiz begeben. Dennoch ĂŒben sie auf diese seltsam anmutende Weise Ă€ußerst wichtige gesellschaftliche Funktionen aus.

Welche Identifikationsmuster fĂŒhren dazu, dass Dinge, die eigentlich erschreckend normal sein sollten in KostĂŒmen ausgefĂŒhrt werden, die die eigene Person zur Unkenntlichkeit verĂ€ndern? Dass nicht nur dramatische Krimis, sondern gerade auch ganz einfache freundliche Handlungen ins EntrĂŒckte stilisierten Charakteren zugeschrieben werden? Was bedeuten uns diese Superhelden wirklich? Solchen und Ă€hnlichen Fragen stellt sich Nikola Lutz in ihrer Performance (Real Live) Super Heroes fĂŒr Computer, Turntables und Live-Elektronik.

# 6

lenz , leseperformance stuttgart-mit-pferd_weiss_transparent

klaus hemmerle, sprache (stuttgart)

plasma 8 : thomas reuter, piano/stimme (hannover)

andreas krennerich, saxofone (stuttgart)

Georg BĂŒchner, der ungebĂ€rdigste und radikalste unter den Genies der deutschen Literatur, war mit dreiundzwanzig schon tot. In seiner posthum veröffentlichten ErzĂ€hlung ‚Lenz’ beschreibt er die aufs Ă€ußerste zugespitzte Lebenskrise eines ‚Bruders im Geiste’, des wilden TrĂ€umers und hochbegabten Dichters Jakob Michael Reinhold Lenz. Ein legendĂ€rer Text der deutschen Literatur.

Die Leseperformance mit Klaus Hemmerle und Plasma 8 riskiert einen musikalischen Road-Trip und versucht auch in Form nicht abgesicherter Improvisationen den rastlosen GĂ€ngen und inneren wie Ă€ußeren Seelen-Wanderungen des in eine tiefe Lebenskrise geratenen Lenz nachzuspĂŒren. Musik wie Worte suchen immer wieder die Frage, das Staunen, die Überraschung, ergĂ€nzen sich, ĂŒberlagern und bekĂ€mpfen sich, versuchen aber, sich immer wieder dem Bewußtseinstrom auszusetzen, den der Text imaginiert, und der bei uns heutigen Hörern vielfĂ€ltige, höchst aktuelle Assoziationen auslöst, wenn er fĂŒr uns sinnlich erfahrbar wird. Das kann gelingen im ebenbĂŒrtigen Dialog, bei dem Musik nicht illustrierend oder als Verzierung und GeschmacksverstĂ€rker dem Text unterstellt wird, sondern frei weiterformuliert und ihre eigene Sprache spricht, dem Text neue Energien zufĂŒhrt.

krennerich/vierkötter und José Oliver im Hufeisen

30. November 2016, Kulturzentrum Hufeisen, Germersheim, An Fronte Beckers 5a

Konzert+Lesung mit José Oliver und Duo krennerich/vierkötter

 

krennerich/vierkötter und José Oliver in Hausach

1.Dezember 2016, 20 Uhr, Hausach, Buchhandlung Streit

Konzert+Lesung mit José Oliver und Duo krennerich/vierkötter

 

…in memoriam Johannes Bauer

10.Dezember 2016, Berlin, Café Royal
…in memoriam Johannes Bauer
Heiner Reinhard – tenor saxophone, bass clarinet
Frank Paul Schubert – alto & soprano saxophone
Andreas Willers – electric guitar, electric bass guitar
Willi Kellers – drums, percussion

monkolog 16 im Forum 3

11. MĂ€rz // 22:00
Forum Theater, Gymnasiumstraße 21 ,70173 Stuttgart
http://www.forum-theater.de/vorstellungen/

Das schlagzeuglose Trio monkolog 16 mit Christof Thewes an der Posaune, Andreas Krennerich an Sopranino- und Sopransaxophon und Boris Kischkat an der Gitarre widmet sich bisher ausschliesslich den Kompositionen des genialen Jazzpianisten Thelonious Monk. Monks StĂŒcke stehen deutlich in der Jazztradition und weisen zugleich in ihrer Sperrigkeit, sympathischen Verschrobenheit und OriginalitĂ€t weit ĂŒber sie hinaus, waren und sind Inspirationsquellen fĂŒr Generationen von improvisierenden Musikern.

monkolog 16 verzichtet nun nicht nur auf das Schlagzeug, sondern auch auf Bass und Piano und damit auch auf unmittelbare klangliche Reminiszensen an historische Monk-Formationen. Umso mehr rĂŒckt Monks melodisch-rhythmisch-harmonischer Einfallsreichtum ins Zentrum des Interesses. Monks Themen, die so zahlreich sind, dass man an jedem Tag der Woche ein komplett anderes abendfĂŒllendes Programm spielen könnte, klingen in der Kombination mit Posaune, hohen Saxophonen und Gitarre erfrischend unverbraucht und eröffnen ein weites Feld gemeinsamer improvisatorischer Erkundungen im monkschen Kosmos.

Christof Thewes Posaune

Andreas Krennerich Saxophone

Boris Kischkat Gitarre

Fest der Begegnung

SAMSTAG, 18. MĂ€rz

14:30 Ankommen…

15:00 Willkommen!

15:10 vocaLumen Frauenkammerchor Hannover

Paul-Celan-Vertonungen

Th. Reuter – Kompos. u. Leitung

Beatrice Lauffer – Rezitation

bis 15:50

16:00 Felicia Holland:

‚FlĂŒchtige Mitte‘

– Wenn Augen hören,

das Ohr tastet, die Hand sieht…

Übungsbeispiele mit Sinnen

bis 16:40

17:00 Wolfgang Voigt:

kommen – gehen – sein:

innerer und Ă€ußerer Raum

– Bilderfahrung

17:40 Knut Rennert: ‚Was tut der

Engel in unserer Kunst?‘

Zur Erweiterung des Tonsystems

– Referat mit Klangbeispielen

18:20 Pause

(Wer möchte, kann selbst was kleines Eßbares mitbringen; GetrĂ€nke stehen bereit.)

Zu den „freien kĂŒnstlerischen Begegnungen“ können eigene Ideen beigesteuert werden. ⇹

19:00 Duo: Frank-Paul Schubert und

Andreas Krennerich (sax);

Solo: Frank-Paul Schubert (sax)

19:40 Trio: Andreas Krennerich, Frank-Paul Schubert (sax) und Knut Rennert (Klanginstrumente);

Trio:

Angelika Remlinger (Stimme),

Andreas Krennerich (sax) und Thomas Reuter (piano)

 

20:30 GesprÀch

21:10 Freie kĂŒnstlerische Begegnung

SONNTAG, 19. MĂ€rz

09:00 Chorprobe

10:00 Die Menschenweihehandlung

mit dem Gemeindechor Hannover

11:30 Kaffee

11:50 Angelika Remlinger:

‚Zwischen den Welten‘

hören und sehen in der Begegnung

12:30 Freie kĂŒnstlerische Begegnung

13:00 Pause

15:00 Th. Reuter / A. Remlinger:

‚Apoll meets Dionysos und Freunde‘

15:30 Freie kĂŒnstlerische Begegnung

und GesprÀch bis 17:00

A Tribute To Free Jazz History

Jazzclub Karlsruhe im Jubez, Karlsruhe, Kronenplatz 1

 

kischkat /perfido/krennerich

> A Tribute To Free Jazz History <

Boris Kischkat Gitarre

Peter Perfido Schlagzeug

Andreas Krennerich Bariton-, Sopran- und Sopraninosaxophon

Ende der 50er Jahre und dann verstĂ€rkt in den 60er Jahren beginnen Musiker wie Lennie Tristano, Eric Dolpy, Ornette Coleman, John Coltrane, Carla und Paul Bley, Jan Garbarek, Derek Bailey , Evan Parker und viele mehr die traditionellen Formen des Jazz aufzulösen: Emanzipation der Rhytmusgruppe, freie modale Spielweise, WiedereinfĂŒhrung der Kollektivimprovisation bis hin zur themalosen, ganz aus dem Moment heraus entwickelten Melodik, Rhythmik, Harmonik und Form.

> A Tribute To Free Jazz History < versucht einen Einblick in die spannende Vielfalt der individuellen Spielarten des Free Jazz zu geben.

Slam Poetry & Sax

24.03.2017: Slam Poetry & Sax mit Timo Brunke und Andreas Krennerich

20 Uhr, Ratsscheuer beim Rathaus, Lippoldsweiler Str. 15, Auenwald-UnterbrĂŒden
Die Stuttgarter Poetry Slam-Legende Timo Brunke und der Saxofonist Andreas Krennerich schließen sich fĂŒr den Kulturkreis Bildungszentrum Weissacher Tal zusammen
und spielen im Wechsel ihre schönsten, spannendsten StĂŒcke. Wortkunst vom Feinsten trifft auf ausgefuchste KlĂ€nge und Kantilenen aus drei verschiedenen Saxofonen.
Die beiden KĂŒnstler schlendern langsam durch die Stadt. Wenn Brunke sich einen Reim auf die AbgrĂŒnde und Bizarrerien des menschlichen Lebens macht, geschieht das
auf rhythmischen Wegen, zwischen Rap, Schiller und Knittelvers. Andreas Krennerich sorgt im Austausch mit Brunkes Geschichten und Gedichten fĂŒr die musikalische Grundversorgung.

>In der Mandel< Paul Celan und frei improvisierte Musik

„In der Mandel“

Gedichte von Paul Celan

in der Begegnung mit frei improvisierter Musik

Ulrich Meier – Rezitation

Andreas Krennerich – Saxophone

Thomas Reuter – Piano, Stimme

Christophorus-Kirche
Sulzfelder Str. 2
76131 Karlsruhe

kischkat/perfido/krennerich in Munster (Frankreich)

heartbeat im Kultursommer Germersheim

jo.FEUERBACH in Hertogenbosch (Holland)

Brennen – Wehen – Strömen – Stehen

Improvisationskonzert

jo.FEUERBACH:

Angelika Remlinger, Kassel – Stimme

Andreas Krennerich, Stuttgart – Saxophone

Thomas Reuter, Hannover – Piano, Stimme

Musik ist Bewegung, sinnvolle Bewegung. Sie atmet und tanzt – und sie kann brennen! Auch Stehen ist ein Erlebnis von Bewegung. Als Trio jo.FEUERBACH ĂŒben wir die hörende Aufmerksamkeit und das koordinierte Spiel aus dem Augenblick; daraus erwachsen unterschiedlichste Charaktere aus Tönen, KlĂ€ngen und Rhythmen, manchmal auch Worten.

Die Freie Improvisation, dieses „Spiel mit dem Feuer“, ermöglicht einen hohen Grad von Lebendigkeit – Lebendigkeit, die aber in jedem Augenblick FĂŒhrung und Formung verlangt. Jedes Konzert ist ein Akt der Balance zwischen Entbindung und Bindung, zwischen dionysischen und apollinischen KrĂ€ften – mit jeweils unwiederholbaren Ergebnissen.

Vom Zuhören ist der Weg zum hörbaren Mitmachen manchmal nicht weit. Anwesende können sich, wenn sie möchten, teilweise stimmlich am Geschehen beteiligen: ein lohnendes Wagnis! „Der Wind weht, und du hörst sein Brausen wohl. Aber du weißt nicht, woher er kommt und wohin er geht. So auch ist jeder, der aus dem Atem des Geistes geboren ist.“

Poetry & Sax

Poetry & Sax mit Timo Brunke und Andreas Krennerich

Timo Brunke und der Saxofonvirtuose Andreas Krennerich schließen sich fĂŒr einen Auftritt im in der Alten Fetzerei in Alt-Hoheneck zusammen und spielen im Wechsel ihre schönsten, spannendsten StĂŒcke. Wortkunst vom Feinsten trifft auf ausgefuchste KlĂ€nge und Kantilenen aus drei verschiedenen Saxofonen. Wenn Brunke sich einen Reim auf die AbgrĂŒnde und Bizarrerien des menschlichen Lebens macht, geschieht das auf rhythmischen Wegen, zwischen Rap, Schiller und Knittelvers. 28. September, 20 Uhr, Alte Fetzerei, Untere Gasse 44, Ludwigsburg

GegenstÀndliche Akkorde

FR. 29.09. | 20:00

GegenstÀndliche Akkorde

Karla Theodora Mertke (Viola)

Winnie Luzie Burz (Figuren)

 

Ensemble provakant

Maria Kalesnikava (Flöte)

Caterina KrĂŒger (Gitarre)

Lucas GĂ©rin (Schlagzeug)

Ingala Fortagne (Sopran)

 

Andreas Krennerich (Saxophone)

Andrew Levine (Theremin)

Sawako Nunotani (Tanz)

GEDOK-Stuttgart Ballettsaal

 

 Drei Ensembles akkordieren Neue Musik, Tanz, Figurentheater und Improvisation in konzentrierter Form an einem gemeinsamen Abend. Ein Mini-Requiem fĂŒr John Cage trifft auf eine durchscheinende EtĂŒde fĂŒr Flöte und variable Begleitstimmen, Kammermusik mit Bastlerglasscheiben, 14 ZustĂ€nde zu Bach, die Cadenza per Viola sola von Krzysztof Penderecki samt bewegten BaumstĂ€mmen und Improvisationen mit Theremin, Sopran, Saxofon und zeitgenössischem Tanz.

21:30

K-L-K (Klang-Licht-Kunst)

Mayu Fujii (Klavier)

Masami Saito (Performance)

Reactive Ensemble (Elektronik)

GEDOK-Stuttgart GALERIE

Hölderlinstr. 17

70174 Stuttgart

6. Stuttgarter Saxophonfestival

 

6. Stuttgarter Saxophonfestival – Ablaufplan

Freitag, 10. November 2017

# 1 – Developer’s Corner
Frank Gratkowski – Workshopleitung, Saxofon
Nikola Lutz – Komposition, Einstudierung, Saxofon
Prof. Christian Weidner – Einstudierung, Saxofon
Studenten der Hochschulklassen von Nikola Lutz und Prof. Christian Weidner

15:00-17:00 öffentliche Probe mit Frank Gratkowski

Nachdem sich die aktiven Teilnehmer bereits ĂŒber einen lĂ€ngeren Zeitraum unter
Leitung von Christian Weidner und Nikola Lutz mit Improvisationsstrukturen
beschÀftigt haben, wird Frank Gratkowski die Arbeit an seinen eigenen Werken
verfeinern und durch seine Sichtweise der Improvisation nochmals weiterreichende
Impulse setzen. Interessierte sind zum Zuhören eingeladen. Der Eintritt ist frei.

19:00 Developer’s Corner in Concert

8-10 Studierende der Musikhochschule Stuttgart im Fach Saxofon (Klassik und Jazz) prĂ€sentieren zum Abschluss einer lĂ€ngeren Forschungsreise durch das Feld der freien musikalischen Formen Ergebnisse, die sich sehen lassen können: mit Jazzkompositionen von Frank Gratkowski, der UrauffĂŒhrung einer grafischen Komposition von Nikola Lutz sowie eigenen Improvisationskonzepten entsteht ein Ă€ußerst vielseitiges Konzert fĂŒr großes Saxofonensemble. Den Abschluss bildet eine offene Jam, in der sich junge KĂŒnstler und „alte Hasen“ auf der BĂŒhne begegnen.

Samstag, 11. November 2017

19:00 Uhr

# 2 – monkolog 16
Christof Thewes – Posaune
Andreas Krennerich – Saxofone
Boris Kischkat – Gitarre

Das schlagzeuglose Trio monkolog 16 mit Christof Thewes an der Posaune,
Andreas Krennerich an Sopranino- und Sopransaxophon und Boris Kischkat an der
Gitarre widmet sich ausschließlich den Kompositionen des genialen Jazzpianisten
Thelonious Monk. Monks StĂŒcke stehen deutlich in der Jazztradition und weisen
zugleich in ihrer Sperrigkeit, sympathischen Verschrobenheit und OriginalitÀt weit
ĂŒber sie hinaus, waren und sind Inspirationsquellen fĂŒr Generationen von
improvisierenden Musikern.
monkolog 16 verzichtet nicht nur auf das Schlagzeug, sondern ebenfalls auf Bass
und Piano und damit auch auf unmittelbare klangliche Reminiszenzen an historische
Monk-Formationen – umso mehr rĂŒckt Monks melodisch-rhythmisch-harmonischer
Einfallsreichtum ins Zentrum des Interesses. Monks Themen, die so zahlreich sind,
dass man an jedem Tag der Woche ein komplett anderes abendfĂŒllendes Programm
spielen könnte, klingen in der Kombination mit Posaune, hohen Saxophonen und
Gitarre erfrischend unverbraucht und eröffnen ein weites Feld gemeinsamer
improvisatorischer Erkundungen im monkschen Kosmos.

 

# 3 – Fo[u]r Alto

Frank Gratkowski – Altsaxofon
Christian Weidner – Altsaxofon
Benjamin Weidekamp – Altsaxofon
Florian Bergmann – Altsaxofon
Fo[u]r Alto ist die Vervierfachung des Altsaxofons als einheitlicher Klangkörper. Seit
der GrĂŒndung des Ensembles im Jahr 2008 haben die vier Saxofonisten Frank
Gratkowski, Christian Weidner, Benjamin Weidekamp und Florian Bergmann zu einer
einzigartigen Klangsprache gefunden. Kollektive Improvisationen verbinden sich mit
den Kompositionen Gratkowskis. Dabei kommen unterschiedlichste Techniken zum
Einsatz wie z.B. Spektralanalysen, intervallische mikrotonale Konzepte, diverse
erweiterte Spieltechniken sowie flirrende, dichte KlangbÀnder, die durch die
Multiplikation instrumentenbedingter MehrklÀnge entstehen. Eine wichtige Rolle
spielt dabei die Konzeption einer rÀumlichen Musik. Ermöglicht es der
Veranstaltungsort, positionieren sich die Musiker um das Publikum herum, um
diesem einen multidirektionalen Musikgenuss zu vermitteln.

 

Sonntag, 12. November 2017

19:00 Uhr

# 4 – // KNEER // FISCHERLEHNER // KRENNERICH // SCHUBERT //

Meinrad Kneer – Bass
Frank Paul Schubert – Saxofon
Andreas Krennerich – Saxofon
Rudi Fischerlehner – Schlagzeug

In einer nur scheinbar herkömmlichen Jazzbesetzung spielt das Quartett eine
interaktive improvisierte Musik, in der die tradierten Rollenmodelle der einzelnen
Instrumente – als Solist und Begleiter – in Frage gestellt werden und eine texturelle
Klangwelt ensteht, in der bei aller Liebe zum Detail der Blick fĂŒr die Ausgewogenheit
der Spannungsbögen gewahrt bleibt – „Instant Composing“ also im engeren
Wortsinne.

 

# 5  ­ Invading Pleasures ­ Jazz!§=*?

Nikola Lutz – Saxofone, Elektronik
Mark Lorenz Kysela ­ Saxofone, Elektronik
ExplosivitÀt, Subversion, Neugierde, Verwendung von allerneuesten musikalischen
Entwicklungen und sprĂŒhendste Innovationskraft in den Improvisationen ­ so könnte
man den Jazz entlang seiner Entstehungsgeschichte beschreiben. In „Jazz!§=*?“
stellen die Invading Pleasures den Jazz von damals unter Verwendung von
Personalcomputer, Sampler, Turntable und Live­Elektronik allerneuesten
Spieltechniken von heute gegenĂŒber. Mit wilder, unbezĂ€hmbarer Spielfreude, Lust
am QuerstÀndigen und auch Anstrengenden, komplexer Melodik, Rhythmik und
Harmonik und viel SpontaneitĂ€t schrammen die Großen der Jazzgeschichte mit den
Kreativen von heute aneinander, erhitzen sich in der Reibung, explodieren in viele
Richtungen um ĂŒberraschend aus dem Chaos zu neuer Form zu finden. Der Jazz
verschmilzt mit sich selbst zu einem Magma, das neue Stoffe generiert ­ wer weiß mit
welchem Ergebnis?

 

# 6 – Soul Twins

Lars Andreas Haug – Tuba, Tumarin
Steffen Schorn – Saxofon, Tubax, Klarinette, Flöte

Lars Andreas Haug und Steffen Schorn sind zwei international renommierte
Spezialisten fĂŒr tiefe Blasinstrumente: Lars Andreas hauptsĂ€chlich auf der Tuba und
seiner eigenen Erfindung, dem Tubmarin, und Steffen auf tiefen Holzblasinstrumen-
ten wie Bassflöte, Basssaxofon, Kontrabassklarinette und dem sehr tiefen Tubax in
Bb, einer Art Subkontrabass-Saxofon.
Als Improvisatoren und Bandleader sind beide auf der ganzen Welt aktiv. Ihr
Zusammenspiel wurde als extrem groovig, sinnlich und mit einer Art symbiotischem
gegenseitigem EinfĂŒhlungsvermögen bezeichnet.
Ihr erstes Album Soul Twins ist eine Dokumentation hochmusikalischer spontaner
Interaktion und einer fantastischen Erforschung tieffrequenter KlÀnge in unerhörter
Dichte. Mit der Genauigkeit eines hochauflösenden Mikroskops arbeiten sie sich
durch Strukturen zwischen Ton und LuftgerĂ€usch, FlĂŒstern, Gurgeln, plötzlichen
melodischen Wendungen und elektrisierenden Grooves. Unter Verzicht auf jegliche
technischen Hilfsmittel improvisieren sie mit vollem Risiko und geben sich dem
Moment anheim.

———–AnkĂŒndigungsphoto auf nu ART webside von Jochen Quast——————-

 

Durchgekeltert !

„Durchgekeltert!“ – eine musikalisch-poetische Performance
Nach dem großen Erfolg vor zwei Jahren, kommen sie
wieder und prÀsentieren ein neues Programm: Die Musiker
und WortkĂŒnstler Margit Beukman (Sopran), Timo Brunke
(Wort) und Andreas Krennerich (Saxophone). Die drei haben fĂŒr
„Durchgekeltert !“ zwei Gitarristen mit an Bord geholt: Tillmann
Reinbeck an der klassischen Gitarre und Boris Kischkat an der
E-Gitarre. Gemeinsam gestalten sie ein Konzert mit Liedgesang
und Jazz, improvisierter Musik und Slam Poesie und bringen
die Alte Kelter in Vaihingen fĂŒr einen einzigen Abend mit
ausgesuchten Köstlichkeiten zum Klingen.
Songs von Dowland und Britten treffen auf brasilianische
Kanzonen, Thelonious Monk und Ornette Coleman auf
Urtöne, Freestyles und unerhörte StĂŒcke, die â€žĂŒber
den Tellerrand“ hinaushorchen. Und WortkĂŒnstler
Timo Brunke will den Abend an jenen Punkt
bringen, wo die Kunst in Wein ĂŒbergeht:
„durchgekeltert“ eben.
Abendkasse und Einlass ab 19 Uhr.
VVK: Vaihinger Buchladen, Robert-Leicht-Str. 30b
Mitwirkende: Margit Beukman (Sopran), Timo Brunke (Wort),
Boris Kischkat (E-Gitarre), Andreas Krennerich (Saxophon) und
Tillmann Reinbeck (Gitarre)
Veranstalter: Michael Bauer Schule

Foto: copyright Stadtbibliothek Engen

heartbeat in Dornbirn

heartbeat in Korntal-MĂŒnchingen

http://www.jazzkultur.com/

heartbeat in Oelsnitz / Vogtland

heartbeat in LĂŒneburg

heartbeat Kinder-ErzÀhlkonzert

Erkundungen im Hörraum Werkstattkonzert mit Plasma 8



monk & more

poetry & sax in Rudersberg

Undertone Project feat. Andreas Krennerich + Dirk- Peter Kölsch

Vor 3 Jahren wurden im im Spielraum Bilder des Schiffweiler Malers Walter Bernstein (1901-1981) vorgestellt, die sich inhaltlich auch mit der Schwerindustrie des Saarlandes – EisenhĂŒtten und Bergwerken und deren Arbeiter- beschĂ€ftigten. Beeindruckt von diesen Bildern hat der Komponist Christof Thewes einen Liederzyklus -Die Im ,-In,-Um+Auslieder- geschrieben, der von diesen Bildern inspiriert ist.
Neben den alten Haudegen der Band Undertone Project – Martin”Schmiddi”Schmidt + Dirk-Peter Kölsch konnte der Stuttgarter Saxophonist Andreas Krennerich gewonnen werden, der zum ersten Mal im Spielraum spielt und zudem in einem KĂŒnstlergesprĂ€ch mit Burkhard Ullrich nĂ€her vorgerstellt wird.
Thewes und Krennerich spielen seit einigen Jahren in der Gruppe monkolog 16 zusammen, in der sie sich der Musik Thelonius Monk’ widmen .
Wie auch M. Schmidt und DP Kölsch haben sie in ihrer Musik + Projekten stets eine NÀhe zur europÀischen modernen Klassik anklingen lassen, die in diesem Projekt in seiner kammermusikalischen Klanglichkeit + expressionistischen Rhythmik zum Ausdruck kommt.
Ausserdem werden parallel zur Musik Bilder von Walter Bernstein videovisuell projiziert.

Frank Paul Schubert / Alexander Schlippenbach

jo.FEUERBACH – Ensemble fĂŒr improvisierte Musik

jo.FEUERBACH

Ensemble fĂŒr improvisierte Musik

Angelika Remlinger (Kassel) – Stimme

Andreas Krennerich (Stuttgart) – Saxophone

Thomas Reuter (Hannover) – Piano, Stimme

Der Pianist , Komponist und Chorleiter Thomas Reuter arbeitet seit Jahren im Duo >selbander< mit der SĂ€ngerin und bildenden KĂŒnstlerin Angelika Remlinger und hat mit Andreas Krennerich in dem seit 2008 zusammen konzertierenden Duo >Plasma 8< 2017 eine neue Doppel- Cd veröffentlicht.

Im Trio jo.FEUERBACH erkunden die 3 MusikerInnen die ganz anderen klanglichen Möglichkeiten dieser ungewöhnlichen Besetzung in freien Improvisationen und begeben sich auch hier in RĂ€ume und Wirklichkeiten, die noch niemand gehört hat, da sie immer erst im aktuellen Hören und Spielen entstehen – dies im Sinne Albrecht Fabris: Das spezifische Abenteuer der Kunst: etwas zu sagen , das man, bevor man‘s gesagt hat , keineswegs schon wusste.

poetry & sax Lange Nacht der TĂŒrme

heartbeat in der Fetzerei

heartbeat im Alten Kino Rankweil

heartbeat beim Trans4 Festival Ravensburg

„In der Mandel“

Donnerstag, 4. September

Christengemeinschaft Stuttgart-Mitte

Werfmershalde 19

„In der Mandel“

Gedichte von Paul Celan

in der Begegnung mit frei improvisierter Musik

Ulrich Meier – Rezitation

Andreas Krennerich – Saxophone

Thomas Reuter – Piano, Stimme

heartbeat im Bahnhof Andelsbuch (AT)

„In der Mandel“- Gedichte von Paul Celan in der Begegnung mit frei improvisierter Musik

Sa 17.11.2018 17:00 – 18:30 Uhr

KONZERT

„In der Mandel“

Gedichte von Paul Celan in der Begegnung mit frei improvisierter Musik

mit Ulrich Meier – Rezitation
Andreas Krennerich – Saxophone
Thomas Reuter – Piano, Stimme

Paul Celans Sprache erlebe ich als eines der herausragenden geistigen und kĂŒnstlerischen PhĂ€nomene des
zwanzigsten Jahrhunderts. Der Grad der Verschmelzung von Sprachbedeutung und MusikalitĂ€t ist so hoch, dass man es wohl mit einer Art mantrischen QualitĂ€t des Sprechens zu tun hat. Mit MusikalitĂ€t meine ich das Zusammenwirken von Klang, Melodik, Rhythmus und Form des Sprechens. In diesem von manchen Hörern als „Klangmagie“ empfundenen Strömen scheint Wortbedeutung und GedankenfĂŒhrung manchmal auf rĂ€tselhafte Weise unterzugehen – doch werden wir, so meine ich, Celan erst gerecht, wenn wir bereit sind, gerade auch unseren Gedankensinn, ja unseren „Ich-Sinn“, von seinen ĂŒber alles Gewöhnliche hinausgehenden Formulierungen berĂŒhren zu lassen. So höre ich es als existenzielle Aussage, wenn er sagt: „Das nicht mehr zu Nennende, heiß, / hörbar im Mund.“ Und gleich darauf: „Niemandes Stimme, wieder.“

Andreas Krennerich und ich arbeiten seit Jahren unter dem Namen PLASMA 8 auf dem Gebiet der Freien Improvisation zusammen. Aus dem musikalischen Hören heraus zu spielen, erleben wir nicht nur als Lebenselixier, sondern auch als lebenslange Forschungs- und Gestaltungsaufgabe, der wir uns in immer wieder zu aktualisierenden Übungen widmen. Es geht ums Freiwerden von eingefahrenen Gewohnheiten – und gleichzeitig darum, das Erzeugte selbst zu verantworten. NatĂŒrlich ist es kein Zufall, dass wir die Begegnung mit Paul Celan, diesem bestĂŒrzend tiefgrĂŒndigen Meister des Hörens, suchen und uns dazu mit Ulrich Meier zusammentun, der als Priester tĂ€glich mit der Aufgabe des lebendigen, ja aktuell geisterfĂŒllten Sprechens befasst ist! Unsere gemeinsame AuffĂŒhrung wird allen Beteiligten – nicht zuletzt den aufgeschlossenen Hörern – ungewöhnliche und unwiederholbare
Erfahrungen ermöglichen.

Thomas Reuter, Hannover

Ort: Gemeindesaal

jo.FEUERBACH – Ensemble fĂŒr improvisierte Musik

jo.FEUERBACH

Ensemble fĂŒr improvisierte Musik

Angelika Remlinger (Kassel) – Stimme

Andreas Krennerich (Stuttgart) – Saxophone

Thomas Reuter (Hannover) – Piano, Stimme

Der Pianist , Komponist und Chorleiter Thomas Reuter arbeitet seit Jahren im Duo >selbander< mit der SĂ€ngerin und bildenden KĂŒnstlerin Angelika Remlinger und hat mit Andreas Krennerich in dem seit 2008 zusammen konzertierenden Duo >Plasma 8< 2017 eine neue Doppel- Cd veröffentlicht.

Im Trio jo.FEUERBACH erkunden die 3 MusikerInnen die ganz anderen klanglichen Möglichkeiten dieser ungewöhnlichen Besetzung in freien Improvisationen und begeben sich auch hier in RĂ€ume und Wirklichkeiten, die noch niemand gehört hat, da sie immer erst im aktuellen Hören und Spielen entstehen – dies im Sinne Albrecht Fabris: Das spezifische Abenteuer der Kunst: etwas zu sagen , das man, bevor man‘s gesagt hat , keineswegs schon wusste.

degrees above in Germersheim

> degrees above <

Nils Fischer (Luzern) Baritonsaxophon, Bassklarinette , Kontrabassklarinette

Hartmut Oßwald (SaarbrĂŒcken) Tenorsaxophon, Bassklarinette

Frank Paul Schubert (Berlin) Sopran- und Altsaxophon

Andreas Krennerich (Suttgart) Sopranino- Sopran- und Baritonsaxophon

4 Spieler, 10 Instrumente von Sopraninosaxophon bis Kontrabassklarinette, sozusagen die Wiedergeburt des Saxophonquartetts mit deutlich erweiterten Mitteln; kammermusikalische freie Improvisation auch ausgehend von und hinfĂŒhrend zu Kompositionen der 4 Musiker unter Einbeziehung von Spieltechniken der neuen Musik mit tiefen Wurzeln im zeitgenössischen Jazz.

levine/beyer/krennerich im Acker Stadt Palast Berlin

9 January 2019, 20:00
Acker Stadt Palast, Berlin (DE)

Andrew Levine – theremin
Andreas Krennerich – soprano & baritone saxophone
Kriton Beyer – daxophone

monkolog 16 in Buch & Spiel, Kultur in St. Stefan

Monkolog 16

Christof Thewes Posaune

Andreas Krennerich Saxophone

Boris Kischkat Gitarre

Das schlagzeuglose Trio monkolog 16 mit Christof Thewes an der Posaune, Andreas Krennerich an Sopranino- und Sopransaxophon und Boris Kischkat an der Gitarre widmet sich bisher ausschliesslich den Kompositionen des genialen Jazzpianisten Thelonious Monk. Monks StĂŒcke stehen deutlich in der Jazztradition und weisen zugleich in ihrer Sperrigkeit, sympathischen Verschrobenheit und OriginalitĂ€t weit ĂŒber sie hinaus, waren und sind Inspirationsquellen fĂŒr Generationen von improvisierenden Musikern.

monkolog 16 verzichtet nun nicht nur auf das Schlagzeug, sondern auch auf Bass und Piano und damit auch auf unmittelbare klangliche Reminiszensen an historische Monk-Formationen. Umso mehr rĂŒckt Monks melodisch-rhythmisch-harmonischer Einfallsreichtum ins Zentrum des Interesses. Monks Themen klingen in der Kombination mit Posaune, hohen Saxophonen und Gitarre erfrischend unverbraucht und eröffnen ein weites Feld gemeinsamer improvisatorischer Erkundungen im monkschen Kosmos.

monkolog 16 in der BAR-Stuttgart

Monkolog 16

Christof Thewes Posaune

Andreas Krennerich Saxophone

Boris Kischkat Gitarre

Das schlagzeuglose Trio monkolog 16 mit Christof Thewes an der Posaune, Andreas Krennerich an Sopranino- und Sopransaxophon und Boris Kischkat an der Gitarre widmet sich bisher ausschliesslich den Kompositionen des genialen Jazzpianisten Thelonious Monk. Monks StĂŒcke stehen deutlich in der Jazztradition und weisen zugleich in ihrer Sperrigkeit, sympathischen Verschrobenheit und OriginalitĂ€t weit ĂŒber sie hinaus, waren und sind Inspirationsquellen fĂŒr Generationen von improvisierenden Musikern.

monkolog 16 verzichtet nun nicht nur auf das Schlagzeug, sondern auch auf Bass und Piano und damit auch auf unmittelbare klangliche Reminiszensen an historische Monk-Formationen. Umso mehr rĂŒckt Monks melodisch-rhythmisch-harmonischer Einfallsreichtum ins Zentrum des Interesses. Monks Themen klingen in der Kombination mit Posaune, hohen Saxophonen und Gitarre erfrischend unverbraucht und eröffnen ein weites Feld gemeinsamer improvisatorischer Erkundungen im monkschen Kosmos.

Improvised Music and Poetry im Petersburg Art Space Berlin

ВЕЧЕР. ПОЭЗИЯ. ĐœĐŁĐ—Đ«ĐšĐ.

POESIE UND MUSIK 
im PETERSBURG ART SPACE
Texte von ULF STOLTERFOTH
auf Russisch gelesen von seinem Übersetzer SERGEY MOREINO
mit ANDREAS KRENNERICH (sax) – FRANK PAUL SCHUBERT (sax) – ULRIKE BRAND (cello/voice) – MEINRAD KNEER (bass)

degrees above 5. free jazz festival saarbrĂŒcken

> degrees above <

Nils Fischer (Luzern) Baritonsaxophon, Bassklarinette , Kontrabassklarinette

Hartmut Oßwald (SaarbrĂŒcken) Tenorsaxophon, Bassklarinette

Frank Paul Schubert (Berlin) Sopran- und Altsaxophon

Andreas Krennerich (Suttgart) Sopranino- Sopran- und Baritonsaxophon

4 Spieler, 10 Instrumente von Sopraninosaxophon bis Kontrabassklarinette, sozusagen die Wiedergeburt des Saxophonquartetts mit deutlich erweiterten Mitteln; kammermusikalische freie Improvisation auch ausgehend von und hinfĂŒhrend zu Kompositionen der 4 Musiker unter Einbeziehung von Spieltechniken der neuen Musik mit tiefen Wurzeln im zeitgenössischen Jazz.

poetry & sax in höfingen

POETRY & SAX

Timo Brunke (Wort), Andreas Krennerich (Saxofon)

Timo Brunke und der Saxofonvirtuose Andreas Krennerich schließen sich fĂŒr einen Auftritt zusammen und spielen im Wechsel ihre schönsten, spannendsten StĂŒcke. Wortkunst vom Feinsten trifft auf ausgefuchste KlĂ€nge und Kantilenen aus drei verschiedenen Saxofonen. Die beiden KĂŒnstler schlendern langsam durch die Stadt. Wenn Brunke sich einen Reim auf die AbgrĂŒnde und Bizarrerien des menschlichen Lebens macht, geschieht das auf rhythmischen Wegen, zwischen Rap, Schiller und Knittelvers. Andreas Krennerich sorgt im Austausch mit Brunkes Geschichten und Gedichten fĂŒr die musikalische Grundversorgung.

Timo Brunke, geboren 1972 in Stuttgart, hat es sich zum Ziel gesetzt, Poesie und Sprache als Erlebnis fĂŒr Augen und Ohren wiederzuerwecken.
Seit 1993 tritt der Performance-Poet mit seinen Balladen und Slamgedichten im In- und Ausland auf. 1999 grĂŒndete er in Stuttgart den Poetry Slam in der Rosenau. Timo Brunke selbst hat als Slam Poet der ersten Generation seinen festen Platz in der Geschichte des deutschen Poetry Slam. Er hat mit Oden in klassischen Versmaßen und mit Balladen die SlambĂŒhne um europĂ€ische Traditionslinien bereichert und als Workshopleiter intensiv sein Wissen und seine Erfahrungen in Schulen und anderen Bildungseinrichtungen an Kinder und Jugendliche vermittelt.

Seine eigene Ausbildung erfuhr Timo Brunke in der Schule fĂŒr Improvisationstheater und Schauspiel bei Frieder Nögge.

Als Partner von Bas Böttcher gastierte Timo Brunke mit der „Textbox“, dem „kleinsten Massenmedium der Welt“, an Orten wie der Neuen Nationalgalerie Berlin, dem Centre Pompidou oder internationalen Buchmessen wie Peking, Abu Dhabi oder Bangkok.

Neben seiner kĂŒnstlerischen Arbeit macht er sich seit vielen Jahren fĂŒr die sprachliche Bildungsarbeit stark. Als KĂŒnstler im Unterricht begleitete er fĂŒnf Jahre lang den Deutschunterricht einer Werkrealschulklasse. Das Pilotprojekt wurde von der Robert-Bosch-Stiftung ausgezeichnet. Seine Erfahrungen gibt der KĂŒnstler inzwischen am Literaturhaus Stuttgart in einem Weiterbildungsprogramm fĂŒr DeutschlehrkrĂ€fte an allen weiterfĂŒhrenden Schularten in Baden-WĂŒrttemberg weiter.

2009 veröffentliche er sein erstes Kinderbuch: „Warum heißt das so?“ (Klett-Kinderbuch). Vom österreichischen Bundesministerium fĂŒr Bildung und Forschung ist es zum besten Wissenschaftsbuch 2010 in der Sparte „Junior Wissen“ gekĂŒrt worden. 2013 erschien „10 Minuten Dings“ – ein Buch mit interaktiven Sprachspielen fĂŒr Kinder ab 9 Jahren (Klett-Kinderbuch). 2011 erhielt Timo Brunke den Schubart-Literaturförderpreis der Stadt Aalen.

Sein Handbuch fĂŒr Lehrerinnen und Lehrer „Wort und Spiel im Unterricht“ erschien im Juni 2015, „Orpheus downtown“ – ein Buch mit gesammelten Texten Timo Brunkes erschien ebenfalls 2015 in der Reihe Spoken Script im Spoken Word-Verlag „Der gesunde Menschenversand“, Luzern.
„Weiter, schneller…. Huch!“- Timo Brunkes neues Soloprogramm feierte im Mai 2016 in der Rosenau Stuttgart Premiere.

Seit 2016 arbeitet Timo Brunke vermehrt als Konzertpoet. Er kooperierte erfolgreich mit dem
Hamburger Klassik-Start-up TONALi, mit Auftritten in der Kulturkirche HH-Altona und der
Elbphilharmonie. Im Mai 2018 gab Brunke zusammen mit den Stuttgarter Philharmonikern ein
fulminantes symphonisches PoetryKonzert im Beethovensaal der Stuttgarter Liederhalle. Derzeit
schreibt Brunke fĂŒr das Stuttgarter Kammerorchester an der Rhapsodie „Hombre!“ fĂŒr
Streichorchester und 1 Slampoeten, die im Mai 2019 Premiere haben wird.

Timo Brunke lebt mit seiner Familie in Stuttgart.

Andreas Krennerich (*1963)

Saxophonstudium an der Musikhochschule Stuttgart

KonzerttÀtigkeit als Saxophonist mit improvisierter und komponierter Musik

Aufnahmen mit dem SWR und zahlreiche CD-Produktionen

Zusammenarbeit mit KĂŒnstlerInnen aus anderen Kunstbereichen wie Literatur/Sprache, Tanz, Performance und bildender Kunst

aktuelle Ensembles:

PLASMA 8 mit Thomas Reuter(Piano/Stimme), Hannover

heartbeat mit Herbert Walser (Trompete),Österreich, Florian King (Bass), Wangen und Helge Norbakken (Percussion), Norwegen

monkolog 16 mit Christof Thewes (Posaune), Schiffweiler und Boris Kischkat (Gitarre), Stuttgart

kischkat/perfido/krennerich mit Boris Kischkat (Gitarre), Stuttgart und Peter Perfido (Schlagzeug), Frankreich

poetry & sax mit Timo Brunke (Wort), Stuttgart

undertone project mit Christof Thewes (Posaune), Schiffweiler, Martin „Schmiddi“ Schmidt (Mandonline), Schiffweiler und Dirk Peter Kölsch (Schlagzeug /Percussion), Traben-Trarbach

degrees above mit Frank Paul Schubert (Sopran, Alt), Berlin, Hartmut Oßwald (Tenor, Bassklarinette), SaarbrĂŒcken und Nils Fischer (Bariton, Kontrabassklarinette), Luzern

jo.feuerbach mit Angelika Remlinger (Stimme), Kassel und Thomas Reuter (Piano/Stimme), Hannover


mandel / krennerich / levine mit Anna Mandel (Stimme),Hamburg und Andrew Levine (Theremin), Hamburg

krennerich / vierkötter mit Gerd Vierkötter (Schlagzeug), Hamburg

Mitinitiator des Stuttgarter Saxophonfestivals (www.saxophonfestival.de)

Mitinitiator von nu ART, Plattform fĂŒr improvisierte Kunst (www.nuart.org)


www.timobrunke.de

www.nuart.org

levine / gramss / krennerich in Hamburg

Andrew Levine (Theremin)

Born in NY City. Studied violin and vocals.

M.A. in Computational Linguistics and Cognitive Psychology.

Moved to Berlin in 1995. Trainer for software development and digital media. Videography and development of CD-ROMs.

Focus on sound recording from 2002 on. Founded the sonophile edition „blumlein records“ in 2004. Acceptance into the German guild of Sound specialists (Verband Deutscher Tonmeister) and move to Hamburg.

In 2014 he was awarded the Goldener Bobby.

Plays the Theremin in improvising formations.


Sebastian Gramss (Kontrabass)

Tournen und Konzerte in Afrika, Australien, Asien, Russland,

USA, Indien, Japan und Mexiko sowie zu wichtigen Festivals und Clubs in ganz Europa

Sebastian Gramss initierte unzĂ€hlige internationale Kooperationen und steht fĂŒr langfristige Vernetzung der Musikkulturen weltweit.

Außer fĂŒr seine eigenen Projekte schrieb er Musik fĂŒr Pina Bausch sowie in 2016+2018 fĂŒr das Ensemble Modern.

FĂŒr seine CD „Thinking of…“ (WERGO) erhielt er den Preis der deutschen Schallplattenkritik.

Umfangreiche LehrtĂ€tigkeit , u.a. Dozent fĂŒr Kontrabass und Ensemble an den Musikhochschulen in Köln und OsnabrĂŒck. Zudem Direktor der internationalen Musikerresidenz „SAMUR“ des Goethe Instituts in Indien.

www.sebastiangramss.de

kischkat / krennerich / vierkötter in GrĂŒnwald

undertone project im spielraum heiligenwald

Undertone Project

feat. Andreas Krennerich + Dirk- Peter Kölsch

Die Im, -In, -Um + Auslieder (nach Bildern von Walter Bernstein )

  • Andreas Krennerich – Bariton-, Sopran- u. Sopranino-Saxophon

  • Dirk-Peter Kölsch–Schlagwerk

  • Martin Schmiddi Schmidt–Mandoline

  • Christof Thewes – Posaune, Komposition



Vor mehreren Jahren entdeckte die Kunsthistorikerin Ingenborg Besch die Bilder des Schiffweiler Malers Walter Bernstein (1901-1981) und stellte sie in einer grĂ¶ĂŸeren Ausstellung im Saarland vor.

Von den Bilder des quasi vergessenen KĂŒnstlers , die sich inhaltlich auch mit der Schwerindustrie des Saarlandes – EisenhĂŒtten und Bergwerken und deren Arbeiter- beschĂ€ftigten zu tiefst beeindruckt hat der Komponist Christof Thewes einen Liederzyklus – “Die Im ,-In,-Um+Auslieder “ – geschrieben, der von diesen Bildern inspiriert ist. Interpretiert wird die Musik von der Gruppe Undertone Project.

Parallel zur Musik+ in einer besonderen Dramaturgie werden die Bilder von Walter Bernstein an die Wand projeziert und erzĂ€hlen mit der Musik eine ganz eigene ,“menschliche“ Geschichte der Schwerindustrie , ein multimediales Kunsterlebnis , das Intellekt wie Herz anspricht, in seiner historischen wie kĂŒnstlerischen Sicht einen neuen Blick auf diese Zeit wirft .In einer Kurzfassung im Sommer letzten Jahres in Germersheim und in Heiligenwald in einem Doppelkonzert vorgestellt, wurde die Musik begeistert aufgenommen und soll jetzt komplett mit allen Titeln und allen Bildern aufgefĂŒhrt werden.

Walter Bernstein (1901 – 1981)

Dr. Ingeborg Besch–Kunsthistorikerin

Walter Bernstein wuchs in Neunkirchen als Sohn eines Baumeisters der BĂŒrgermeisterei auf. Er hatte als Kind und Jugendlicher den Wunsch KĂŒnstler zu werden, beugte sich jedoch zunĂ€chst der vĂ€terlichen Anordnung und erlernte einen ordentlichen Beruf. Anstreicher und Malermeister sollte es werden. Seine Wanderjahre fĂŒhrten ihn nach NĂŒrnberg, wo er die eigene Laufbahn begann. Er studierte nach der GesellenprĂŒfung drei Jahre an der Kunstgewerbeschule von 1923 bis 1926. Aber es zog den intensiven Arbeiter weiter in die Hauptstadt der KĂŒnstle nach Berlin. 1926 bis 1934 studiert er freie Kunst und wird MeisterschĂŒler bei Hans Meid. Sein Leben hatte mit Erfolgen und erstem EheglĂŒck bereits eine Form, die durch den Tod der jungen Frau und seinen Auszug an die Front jĂ€h zerschlagen wurde.Einer, der den Tanz und das Theater liebte, KĂ€the Kollwitz und Max Slevogt verehrte, den Matthias Claudius und Bertolt Brecht inspirierten, der nach Shakespeares Hamlet und nach Fidelio von Ludwig van Beethoven zeichnete, der im gleichen Haus wie Walter Benjamin in der damaligen Nettelbeckstraße 24, Berlin Charlottenburg wohnte, der kehrt nach sechs Jahren des Umherirrens in den Wirren des Krieges in seine Heimat an die Saar zurĂŒck.

Die wenigen Zeugnisse der Vorkriegsarbeit machen deutlich, dass Bernstein bei seinen bereits entwickelten Themen bleibt. Die Landschaft der neuen alten Heimat wird allerdings nicht von Seen, sondern von HĂŒtten- und Grubenanlagen, von FördertĂŒrmen und Halden geformt. Er nimmt seine Aufgaben ernst und das Leben nimmt ihn ernst. Menschen in Leid und Not werden ihm wichtige Themen, wie die Vertriebenen ohne Heimkehr der Zypernkrise 1974. Zu Hause ist es das Leid des einzigen Sohnes, dessen „Heimkehr“ unerbittlich nĂ€her rĂŒckt. Michael stirbt mit 32 Jahren, drei Monate vor seinem Vater.

Erkundungen im Hörraum Benefizkonzert mit Plasma 8 und als Gast Angelika Remlinger

ERKUNDUNGEN IM HÖRRAUM

Werkstattkonzerte als Benefiz-Veranstaltungen fĂŒr die Gemeinde der Christengemeinschaft Stuttgart-Mitte

mit PLASMA 8 und GĂ€sten

Andreas Krennerich (Stuttgart) – Saxophone

Thomas Reuter (Hannover) – Klavier, Stimme

am 23.Juni 2019 mit Angelika Remlinger (Kassel) – Stimme

Wir bieten als Dankeschön fĂŒr die Möglichkeit immer wieder mit dem sympathischen FlĂŒgel der Gemeinde Stuttgart-Mitte proben zu können Benefiz-Werkstattkonzerte an und laden dazu Menschen ein, die an Prozessen des aktuellen musikalischen Hörens und Gestaltens interessiert sind. So gibt es einerseits die Möglichkeit, unseren Arbeitsergebnissen zuzuhören, die in freien Improvisationen bestehen und sich seit Jahren in stĂ€ndiger Entwicklung befinden; aber auch die zwanglose Gelegenheit, miteinander ins GesprĂ€ch zu kommen und vielleicht sogar gemeinsam – je nach Interessenlage – praktisch in ganz elementare musikalische VorgĂ€nge einzutauchen, jenseits von „richtig“ und „falsch“.

VEKTORFELD – Benefizkonzert fĂŒr â€șdeepwaveâ€č in Hamburg

VEKTORFELD

Ulrike Stortz (Stuttgart), Violine

Ulrike Brand (Berlin), Cello

Frank Paul Schubert (Berlin), Sopran- und Altsaxophon

Andreas Krennerich (Stuttgart), Sopranino-, Sopran- und Baritonsaxophon

Aus dem spezifischen Zusammenklang von Streichinstrumenten und Saxophonen entspringt die eigene Poetik des Quartetts VEKTORFELD.

Vier Instrumente öffnen vielfÀltige AssoziationsrÀume: Violine und Cello sind mit der europÀischen Kunstmusik verbunden, wogegen das Saxophon erst im Jazz zu seiner charakteristischen Entfaltung gefunden hat. Klangfarben und Spielweisen durchdringen sich wie im Vektorfeld zu einem oszillierendem Magma und spielen mit Angleichung, Kontrast, Selbstbehauptung und Rollentausch.

Polyphonie ist dabei ein zentrales Element: was in der Renaissance eine vertikale Beziehung von Tonhöhen meinte, verbindet sich im Quartett VEKTORFELD zu einem mehrdimensionalen Geflecht von Tönen und GerÀuschen. KlÀnge unterschiedlicher Provenienz tauchen auf, kreuzen sich, gehen temporÀre Allianzen ein, zum sich dann wieder zu trennen und ihre eigenen Wege durch die skulpturale Tiefe des Klangraums zu beschreiben. Im freien Spiel konstituiert VEKTORFELD einen selbstdefinierten zeitlichen Raum, in dem sich tönende Pfeile wie Vektoren in alle Richtungen bewegen.


Ulrike Stortz

Konzerte als Solistin sowie in diversen Ensembles, wie Ensemble Modern, Musikfabrik, Ascolta, Varianti, Zementwerk.

Rundfunk- und Schallplattenaufnahmen vorwiegend mit zeitgenössischer Musik, Mitwirkung im Sinfonieorchester des SĂŒddeutschen Rundfunks, im Staatsorchester Stuttgart sowie im Stuttgarter Kammerorchester.

Intensive kĂŒnstlerische und konzeptionelle Arbeit mit dem interdisziplinĂ€ren Ensemble >gelberklang< und dem daraus hervorgegangenen Helios Streichquartett.

VielfÀltige pÀdagogische TÀtigkeiten von Instrumentalunterricht bis zur Teamleitung bei Response/neue Musik macht Schule.

Initiatorin von Open_Music, einer Initiative zur freien Improvisation mit Kindern und Jugendlichen, die u.a. bereits zweimal den Bundespreis Kinder zum Olymp mit dem Sonderpreis der Deutschen Bank gewonnen hat.

www.ulrikestortz.de

Ulrike Brand

konzertiert als Solistin auf wichtigen internationalen Festivals fĂŒr zeitgenössische Musik wie MaerzMusik (Berlin), Epidaurus Festival (Athen), Nuova Consonanza (Rom), Sonopolis (Venedig),Wort&Klang (Gothe -Institut Turin), Melos Etos (Bratislava), Colloqui Internazionali di Nuova Musica (Palermo), Santa Fe Music (USA), Nucleo Musica Nueva (Montevideo), Kohourian Award (Teheran), Skanu Mesz (Riga, Lettland) und vielen mehr.

Ulrike Brand spielte zahlreiche UrauffĂŒhrungen zeitgenössischer Kompositionen, die in ihrem Auftrag entstanden und ihr gewidmet sind. Ihr besonderes Interesse gilt grenzĂŒberschreitenden Projekten in den Bereichen Bildende Kunst , Performance und Videokunst.

DarĂŒberhinaus hat sie Auftritte mit frei improvisierter Musik auch auf internationalen Festivals mit Musikern wie Olaf Rupp, Tomomi Adachi, Tony Buck, Giancarlo Schiffani, Edwin PrĂ©vost, John Tilbury, Biliana Voutchkova u.a.

www.ulrikebrand-cello.com

Frank Paul Schubert

Der Saxophonist Frank Paul Schubert lebt seit 1999 in Berlin. Seit Beginn der 90er Jahre war er auf diversen Festivals zu hören. Seine musikalische Orientierung reicht von zeitgenössischem Jazz ĂŒber kammermusikalische Improvisierte Musik, z.B. im Duo mit dem Pianisten Antonis Anissegos bis zu den abstrakten Klanglandschaften der Band GRID MESH (u.a. mit Andreas Willers; USA/Kanada-TourneeÂŽ09). Seit 2006 arbeitet er mit dem Schlagzeuger GĂŒnter Baby Sommer zusammen. (CD: “HIC SUNT LEONES“ 2007; „Hic Sunt Leones’s power and finesse make it album of the year material.“, The Wire) Des Weiteren gab es Konzerte/ Tourneen/Produktionen mit Johannes Bauer, Tony Buck, Chris Dahlgren, Tobias Delius, Willi Kellers, Jan Klare, Olaf Rupp, Helmut „Joe“ Sachse, Alexander von Schlippenbach, Harri Sjöström, Clayton Thomas etc.. Konzertreisen fĂŒhrten ihn in die USA, nach Kanada, England, Frankreich, Italien, Österreich, RumĂ€nien, Polen etc.

www.frankpaulschubert.de

Andreas Krennerich

Saxophonstudium an der Musikhochschule Stuttgart ; KonzerttĂ€tigkeit als Saxophonist mit improvisierter und komponierter Musik; Aufnahmen mit dem SWR und zahlreiche CD-Produktionen; Zusammenarbeit mit KĂŒnstlerInnen aus anderen Kunstbereichen wie Literatur / Sprache, Tanz, Performance und bildender Kunst, Mitinitiator von nu ART; aktuelle Ensembles unter www.nuart.org

Bild von Ulrike Stortz by Heinz Heise

VEKTORFELD in der GEDOK Stuttgart

VEKTORFELD

Ulrike Stortz (Stuttgart), Violine

Ulrike Brand (Berlin), Cello

Frank Paul Schubert (Berlin), Sopran- und Altsaxophon

Andreas Krennerich (Stuttgart), Sopranino-, Sopran- und Baritonsaxophon

Aus dem spezifischen Zusammenklang von Streichinstrumenten und Saxophonen entspringt die eigene Poetik des Quartetts VEKTORFELD.

Vier Instrumente öffnen vielfÀltige AssoziationsrÀume: Violine und Cello sind mit der europÀischen Kunstmusik verbunden, wogegen das Saxophon erst im Jazz zu seiner charakteristischen Entfaltung gefunden hat. Klangfarben und Spielweisen durchdringen sich wie im Vektorfeld zu einem oszillierendem Magma und spielen mit Angleichung, Kontrast, Selbstbehauptung und Rollentausch.

Polyphonie ist dabei ein zentrales Element: was in der Renaissance eine vertikale Beziehung von Tonhöhen meinte, verbindet sich im Quartett VEKTORFELD zu einem mehrdimensionalen Geflecht von Tönen und GerÀuschen. KlÀnge unterschiedlicher Provenienz tauchen auf, kreuzen sich, gehen temporÀre Allianzen ein, zum sich dann wieder zu trennen und ihre eigenen Wege durch die skulpturale Tiefe des Klangraums zu beschreiben. Im freien Spiel konstituiert VEKTORFELD einen selbstdefinierten zeitlichen Raum, in dem sich tönende Pfeile wie Vektoren in alle Richtungen bewegen.

Ulrike Stortz

Konzerte als Solistin sowie in diversen Ensembles, wie Ensemble Modern, Musikfabrik, Ascolta, Varianti, Zementwerk.

Rundfunk- und Schallplattenaufnahmen vorwiegend mit zeitgenössischer Musik, Mitwirkung im Sinfonieorchester des SĂŒddeutschen Rundfunks, im Staatsorchester Stuttgart sowie im Stuttgarter Kammerorchester.

Intensive kĂŒnstlerische und konzeptionelle Arbeit mit dem interdisziplinĂ€ren Ensemble >gelberklang< und dem daraus hervorgegangenen Helios Streichquartett.

VielfÀltige pÀdagogische TÀtigkeiten von Instrumentalunterricht bis zur Teamleitung bei Response/neue Musik macht Schule.

Initiatorin von Open_Music, einer Initiative zur freien Improvisation mit Kindern und Jugendlichen, die u.a. bereits zweimal den Bundespreis Kinder zum Olymp mit dem Sonderpreis der Deutschen Bank gewonnen hat.

http://ulrikestortz.de/

Ulrike Brand

konzertiert als Solistin auf wichtigen internationalen Festivals fĂŒr zeitgenössische Musik wie MaerzMusik (Berlin), Epidaurus Festival (Athen), Nuova Consonanza (Rom), Sonopolis (Venedig),Wort&Klang (Gothe -Institut Turin), Melos Etos (Bratislava), Colloqui Internazionali di Nuova Musica (Palermo), Santa Fe Music (USA), Nucleo Musica Nueva (Montevideo), Kohourian Award (Teheran), Skanu Mesz (Riga, Lettland) und vielen mehr.

Ulrike Brand spielte zahlreiche UrauffĂŒhrungen zeitgenössischer Kompositionen, die in ihrem Auftrag entstanden und ihr gewidmet sind. Ihr besonderes Interesse gilt grenzĂŒberschreitenden Projekten in den Bereichen Bildende Kunst , Performance und Videokunst.

DarĂŒberhinaus hat sie Auftritte mit frei improvisierter Musik auch auf internationalen Festivals mit Musikern wie Olaf Rupp, Tomomi Adachi, Tony Buck, Giancarlo Schiffani, Edwin PrĂ©vost, John Tilbury, Biliana Voutchkova u.a.

http://www.ulrikebrand-cello.com/

Frank Paul Schubert

Der Saxophonist Frank Paul Schubert lebt seit 1999 in Berlin. Seit Beginn der 90er Jahre war er auf diversen Festivals zu hören. Seine musikalische Orientierung reicht von zeitgenössischem Jazz ĂŒber kammermusikalische Improvisierte Musik, z.B. im Duo mit dem Pianisten Antonis Anissegos bis zu den abstrakten Klanglandschaften der Band GRID MESH (u.a. mit Andreas Willers; USA/Kanada-TourneeÂŽ09). Seit 2006 arbeitet er mit dem Schlagzeuger GĂŒnter Baby Sommer zusammen. (CD: “HIC SUNT LEONES“ 2007; „Hic Sunt Leones’s power and finesse make it album of the year material.“, The Wire) Des Weiteren gab es Konzerte/ Tourneen/Produktionen mit Johannes Bauer, Tony Buck, Chris Dahlgren, Tobias Delius, Willi Kellers, Jan Klare, Olaf Rupp, Helmut „Joe“ Sachse, Alexander von Schlippenbach, Harri Sjöström, Clayton Thomas etc.. Konzertreisen fĂŒhrten ihn in die USA, nach Kanada, England, Frankreich, Italien, Österreich, RumĂ€nien, Polen etc.

www.frankpaulschubert.de

Andreas Krennerich

Saxophonstudium an der Musikhochschule Stuttgart ; KonzerttĂ€tigkeit als Saxophonist mit improvisierter und komponierter Musik; Aufnahmen mit dem SWR und zahlreiche CD-Produktionen; Zusammenarbeit mit KĂŒnstlerInnen aus anderen Kunstbereichen wie Literatur/Sprache, Tanz, Performance und bildender Kunst, Mitinitiator von nu ART; aktuelle Ensembles unter www.nuart.org

Bild von Ulrike Brand  by Ari Persian

The Geat Harry Hillman Jazzfestival Willisau

Vergara/Schubert/Borghini/Fischerlehner

17. September, Berlin, Au Topsi Pohl
Benjamin Vergara – trumpet (Chile)
Frank Paul Schubert – soprano saxophone
Antonio Borghini – bass
Rudi Fischerlehner – drums

Blaer in Baden, Schweiz

Blaer
Maja Nydegger – Klavier, Komposition
Nils Fischer – Altsax/Bassklarinette
Claudio von Arx – Tenorsax
Simon Iten – Kontrabass
Emanuel KĂŒnzi – Drums

Rogers/Rupp/Schubert

08. Oktober, SaarbrĂŒcken, KĂŒnstlerhaus
Paul Rogers – 7 string bass
Olaf Rupp – electric guitar
Frank Paul Schubert – soprano saxophone

Rogers/Rupp/Schubert

09. Oktober, MĂŒnchen, Offene Ohren
Paul Rogers – 7 string bass
Olaf Rupp – electric guitar
Frank Paul Schubert – soprano saxophone

Mengersen/Rehnert/Schubert

10. Oktober, Berlin, Valentin-StĂŒberl
Ulf Mengersen – bass
Thomas Rehnert – drums
Frank Paul Schubert – soprano saxophone

Blaer in Bern

 Blaer
Maja Nydegger – Klavier, Komposition
Nils Fischer – Altsax/Bassklarinette
Claudio von Arx – Tenorsax
Simon Iten – Kontrabass
Emanuel KĂŒnzi – Drums

Blaer in Stuttgart

Blaer
Maja Nydegger – Klavier, Komposition
Nils Fischer – Altsax/Bassklarinette
Claudio von Arx – Tenorsax
Simon Iten – Kontrabass
Emanuel KĂŒnzi – Drums

The Geat Harry Hillman in Bochum

The Great Harry Hillman in Sarreguemines

Transparenzen Improvisationen zur Ausstellung von Iris Flexer

Transparenzen

Iris Flexer
Eröffnung
Donnerstag, 17. Oktober 2019 um 19 Uhr
mit Lyrik von Jutta v. Ochsenstein-Nick
und Video: I. F. beim Drucken im Atelier
Improvisationen
zur Ausstellung     Samstag, 2. November 2019 um 15 Uhr

Andreas Krennerich, Saxophone
Elke HÀusler, Text- und GerÀuschcollagen
Dauer     17.10. – 03.11.2019
Öffnungszeiten     Samstag und Sonntag 14 – 18 Uhr
Malerei, Druckgrafik und Installation setzt Iris Flexer in ihrer
Ausstellung TRANSPARENZEN in Szene. Hauchzarte Farbschichten
bauen in ihren Leinwandbildern und grafischen Arbeiten RĂ€ume
auf, ĂŒberlagern, mischen sich zu FarbklĂ€ngen in Blau-, Rot- und
Gelbtönen und setzen sich in ihrer Installation aus Papieren fort.
BBK Bund Bildender KĂŒnstlerinnen WĂŒrttembergs e.V.

Eugenstraße 17 | 70182 Stuttgart | info@bbk-wuerttemberg.de

nu ART doppelkonzert >fragmented moments<

nu ART – Doppelkonzert

fragmented moments

5.11.2019, 20 Uhr

GEDOK Stuttgart

gefördert von

YonX

CĂ©sar Bernal (Chile) – Kontrabass

Nikola Lutz (D) – Alt- und Basssaxofon, Tárogató, Sarrusofon

Remmy Canedo (Chile, D) – Klangregie, Video

gramss/krennerich/levine

Sebastian Gramss – Kontrabass (Köln)

Andreas Krennerich – Sopranino -, Sopran– und Baritonsaxophon (Stuttgart)

Andrew Levine – Theremin, Synthesizer (Hamburg)

fragmented moments ist eine Begegnung zweier Ensembles, die auf ein zunĂ€chst einmal Ă€hnlich erscheinendes Spektrum an Materialressourcen zugreifen. Beide kreisen um ein Saxofon bzw dem Saxofon Ă€hnliche Blasinstrumente sowie einen Kontrabass, denen hier Video und computer-gesteuerte Live-Elektronik, dort ein Theremin/Synthesizer gegenĂŒbergestellt sind. Diese beiden Verkörperungen kĂŒnstlerischer Materialzusammenstellungen sind jedoch auf unterschiedlichem Boden gewachsen, bei YonX im Grenzgebiet zwischen Neuer Musik und freier Improvisation, bei gramss/krennerich/levine in der frei improvisierten Musik, die ihre Wurzeln im europĂ€ischen Jazz hat.

Bei fragmented moments werden in der GegenĂŒberstellung Kontraste sichtbar. So stehen bei gramss/krennerich/levine transparent gesetzte KlĂ€nge in miniatur-artigen RĂ€umen den energetischen Texturen von YonX gegenĂŒber, die den Raum eher zu verdichten scheinen und ihn von momentanen Zentren aus zum SprĂŒhen bringen. In improvisatorischen Begegnungen verschiedener Spieler aus beiden Gruppierungen entstehen Dialoge zwischen Ă€sthetischen Gebieten. Wir finden uns auf einer Art Landkarte wieder, die auf direkten oder verschlungenen Wegen Jazz mit Neuer Musik verbindet.

Andererseits lĂ€sst ihr AnnĂ€herungspotential beide Klangkörper in gemeinsamen RĂ€umen verschmelzen, so z.B. bei der Interpretation von Nikola Lutz’ „el perro amarillo“ (2018) fĂŒr 2 KontrabĂ€sse, Theremin und Saxofon, einem Werk, das ein Improvisatorenensemble in einen schwankenden Raum aus einem vierkanaligen Zuspiel stellt. Das Fieldrecording eines zu den surrealistischsten GerĂ€uschen befĂ€higten Pontons bildet die Basis fĂŒr eine seltsame Klangwelt, in der sich das Ensemble entlang einer Art Hörpartitur behaupten muß. Schließlich greift YonX die Neigung von gramss/krennerich/levine zur Miniatur auf, indem beide Ensembles gemeinsam ebenfalls miniaturhafte musikalischen Grafiken von Nikola Lutz interpretieren.

fragmented moments ist eine spannungsvolle Reise zwischen musikalischen Polen, die das Publikum an den Genuss der AmbiguitĂ€t im Grenzgebiet der Stilistiken heranfĂŒhrt.

YonX

Der Kontrabassist CĂ©sar Bernal, die Saxofonistin Nikola Lutz und der Komponist / VideokĂŒnstler Remmy Canedo treffen sich im Zwischenraum von Komposition und Improvisation. Bei YonX verbinden sie ihre Interessen an Körper / Instrument und Improvisation / Raum zu einem gemeinsamen Forschungsprozess an den ÜbergĂ€ngen von komponierten und improvisierten Kunstformen.

Improvisation als Kunstform stellt den gelebten Moment in den Mittelpunkt und misst diesem eine entscheidende Position bei. Der hier kultivierte Zustand einer EntscheidungsfĂ€higkeit im Kontakt mit sich selbst und einer Offenheit der Wahrnehmung jenseits einseitiger Fokussierungen stellt eine eigenstĂ€ndige und effiziente Methode zur Erzeugung Ă€sthetischer Objekte dar, die eine Demokratisierung kĂŒnstlerischer Handlungen fördert. In der radikalen Hinwendung auf den konkreten Moment erzeugt YonX Sprachgewinn fĂŒr genau diesen konkreten Ort zu dieser Zeit, fĂŒr diese Situation, fĂŒr diese Subjekte, in dieser unserer Welt, die so vielleicht wieder mehr mit uns kommuniziert.

Durch die Erkundung von Indeterminismus, musikalischer Grafik und Improvisationskonzepten entfĂŒhrt YonX sein Publikum in ein energiesprĂŒhendes Abenteuer der Sinne.

gramss / krennerich / levine

Kontrabass und Saxophon, akustisch gespielt mit Bezugnahme auf Ästhetik und Spieltechniken der zeitgenössischen Musik des 20. und 21. Jahrhunderts von 2 Instrumentalisten, die ihre Wurzeln im aktuellen Jazz haben, begegnen den berĂŒhrungslos gespielten, ausschliesslich elektronisch erzeugten KlĂ€ngen des Theremin, das Andrew Levine kombiniert mit O-Coast-Synthesizer und Cracklebox.

Die Musik verschafft prĂ€zise gesetzten EinzelklĂ€ngen viel Raum, ohne dass dadurch jemals die Linie reißen wĂŒrde. In fragmentarischen Figuren nĂ€hern sich die Instrumente einander an bis zur Verschmelzung, um den BerĂŒhrungsort sogleich wieder zu verlassen und den Klang im Eigenraum weiter zu spinnen. Ob lauschend oder kraftvoll zupackend, das Trio erweckt den Anschein eines Wesens, das auf drei Beinen eine seltsam fremde Bewegungsform praktiziert, in der es in den unwahrscheinlichsten Situationen stets die Balance wahren kann. DafĂŒr ist die virtuose Kenntnis der Möglichkeiten der Anderen eine Grundlage, die jedoch nie zum Selbstzweck wird. Gesten, die ihren Jazzhintergrund nicht verleugnen, transformieren sich zu einer Sprache des 21. Jhds, in der das Trio transparente „Triloge“ entstehen lĂ€sst.

Photo by Jochen Quast

Alles ist Samenkorn, Workshop und Konzert

„Alles ist Samenkorn“ (Novalis)
GesamtkĂŒnstlerisches Projekt zum Thema Tod und Sterben

 

Malerei von Angelika Remlinger in Konstellation mit Zitaten verschiedener Philosophen und Schriftsteller.

Workshop: gemeinsames Bewegen des Themas, musikalische Übungen und Bildbetrachtungen. Konzert-EinfĂŒhrung.

Konzert: Begegnung von frei improvisierter Musik (Angelika Remlinger, Stimme / Andreas Krennerich, Saxophone / Thomas Reuter, Klavier, Stimme) mit Worten von Joseph Beuys, Paul Celan, Friedrich Hölderlin, Novalis und anderen. Mitwirkung Anwesender ist willkommen!

 

„Du liegst hinaus / ĂŒber dich,Â ĂŒber dich hinaus / liegt dein Schicksal…“ (Paul Celan)

Ist es nicht die Geste des Fragens, die uns bewegen und letztendlich, wenn wir uns auf sie einlassen, voranbringen kann? Welche Fragen können sich stellen, wenn wir bereit sind, uns den VorgÀngen des Sterbens zuzuwenden?

„Zur Hochzeit ruft der Tod“ – so spricht Novalis in den Hymnen an die Nacht. Das Sterben eine Hoch-Zeit? Können wir uns ihrer wĂŒrdig erweisen?

„Das Hereinbrechen immaterieller Substanz“ (Joseph Beuys) – wie könnte Öffnung gelingen?

Sterben – eine Übung in Wahrhaftigkeit: hochkonzentriertes, dem Wesentlichen zugewandtes Leben? Heiliger Ernst im Angesicht der EndgĂŒltigkeit – vielleicht so wie der Kinder Spiel, innig und gegenwĂ€rtig?

Angelika Remlinger

 

Alles ist Samenkorn

Wort, Farbe , Klang
in der Begegnung mit
Tod und Sterben

16:00 Uhr Workshop
18:15 Uhr Imbiss
19:00 Uhr Konzert

Angelika Remlinger – Malerei, Stimme
Andreas Krennerich – Saxophone
Thomas Reuter – Klavier, Stimme

Die Christengemeinschaft Nord
Feuerbacher Heide 46
Eintritt frei, Spenden erbeten

 

â€șIn der Mandelâ€č – Paul Celan und frei improvisierte Musik

â€șIn der Mandelâ€č
Gedichte von Paul Celan

in der Begegnung mit frei improvisierter Musik

Ulrich Meier (Rezitation)
Andreas Krennerich (Saxophone)
Thomas Reuter (Piano, Stimme)

CG Rendsburg
Timm Kröger-Strasse 9–11

ATOMOX mit â€șsollbruchstelleâ€č in der GEDOK Stuttgart

ATOMOX

Kay Zhang (AUS) – electronics, saxophone
Chi Him Chik (HKG) – electronics, saxophone
Nikola Lutz (D) – electronics, saxophone

Saxofone und multimediale KunstansĂ€tze verhalten sich zueinander wie der Atomkern zum Elektron – man findet sie hĂ€ufig im Verbund. So jedenfalls scheint es wenn man die Konstellation von ATOMOX betrachtet, mit der jungen Musikerin und Kuratorin Kay Zhang aus Australien, dem Saxofonisten und Programmierer Chi Him Chik aus Hongkong und Nikola Lutz. Alle drei haben sich einem Instrumentarium aus Saxofonen und elektronischen Klangerzeugern sowie musikalischen Formen zwischen Komposition und Improvisation verschrieben. Wie das Elektron gerne einmal den Atomkern wechselt und sich zu anderen Seiten hin verbindet, erprobt das Trio Aspekte desselben instrumentalen Organismus aus Elektronik und Saxofonen im Spiegel sehr unterschiedlicher kultureller HintergrĂŒnde. Schillernde Legierungen wechseln mit flĂŒchtigen Verbindungen, akustischen AusfĂ€llungen und musikalischen Kettenreaktionen – ein weltumspannender Schmetterlingseffekt, der im Saxofon verborgen lag, entfaltet seine Metamorphosen.

Kay Zhang engagiert sich als Musikerin sehr fĂŒr Kammermusik und interdisziplinĂ€re Projekte. Sie ist GrĂŒndungsmitglied der Ensembles du Bout du Monde, Kollektiv Totem und Duo Megaphon. Kay arbeitet erfolgreich an Projektentwicklungen mit Komponisten und Kollaborationen mit anderen Kunstdisziplinen. Sie hat großes Interesse an visueller Kommunikation, integriert soziale Meme in ihrer Arbeit und kuratiert viele verschiedene Projekte und Plattformen auf der ganzen Welt. Sie erhielt ihre Ausbildung in Australien und vertiefte ihre Praxis in Frankreich, Hong Kong und der Schweiz. Kay hat großes Interesse an kulturĂŒbergreifender, politischer IdentitĂ€t, menschlichen Genderrechten und -umwelten. Sie widmet sich der Fokussierung und Erweiterung ihrer Forschung und ihres Wissens ĂŒber ihr Instrument, zielt aber auch darauf ab, die Grenzen von AuffĂŒhrungserfahrungen durch soziale und multimediale, kuratorische und kulturwissenschaftliche Studien zu erweitern.

Chi Him Chik ist ein multidisziplinĂ€rer KĂŒnstler aus Hong Kong, der auf den Gebieten Computerkunst, Video, Freie Improvisation, Komposition und Saxofon tĂ€tig ist. Chi Him studierte in den USA an der Bowling Green State University sowie der University of Missouri Saxofon und vervollstĂ€ndigt seine Ausbildung aktuell an der Hochschule fĂŒr Musik Basel im Rahmen eines Master Kursus fĂŒr Specialised Musical Performance / Improvisation. Er ist mehrfacher PreistrĂ€ger der Douglas Wayland Chamber Music Competition sowie PreistrĂ€ger der 48th Annual Bowling Green State University Competition in Music Performance und der 55th Anal Lima Symphony Orchestra Young Artists Competition. Er brachte Werke von Komponisten wie Dai Fujikura (J), Chen Yi (China), Mikel Kuehn (USA), James Mobberley (USA) und Narong Prangcharoen (Thailand) zur UrauffĂŒhrung und trat in Europa, China und den USA in wichtigen Festivals wie dem Weltsaxofonkongresss oder den DarmstĂ€dter Ferienkursen fĂŒr Neue Musik auf.

Prof. Nikola Lutz ist Saxofonistin, KlangkĂŒnstlerin und Bildende KĂŒnstlerin. Mit grafischen Arbeiten und Vinylobjekten, die im Zwischenraum zwischen Bildender Kunst und klanglich nutzbaren Objekten entstehen, erforscht sie seit 2006 das VerhĂ€ltnis von visueller zu auditiver Wahrnehmung. Diese Werkreihe wurde in Gruppen- und Einzelausstellungen an Orten wie Kunstmuseum Stuttgart oder Galerie Henn gezeigt. Nikola Lutz ist eine profilierte Spielerin Neuer und experimenteller Musik und hat an der HMDK Stuttgart seit 2017 eine Honorarprofessur fĂŒr klassisches Saxofon inne. Tourneen mit klassischer und experimenteller Musik fĂŒhrten sie durch die Nord- und SĂŒdamerika, China, Russland und europĂ€ische LĂ€nder. Als Komponistin gilt ihr Interesse der Elektronik und der Konzeptimprovisation, zuletzt realisierte sie die abendfĂŒllende Multimedia-performance foco_2018 fĂŒr den Deutschlandfunk. Als MitgrĂŒnderin und 1. Vorsitzende des „Stuttgarter Kollektivs fĂŒr aktuelle Musik“ engagiert sie sich in der Region Stuttgart fĂŒr die Förderung der Neuen Musik

 

 

hölderlin-spoken-word -band in Asperg

hölderlin spoken word band kurzinfo

Hölderlin 2020 – mit Timo Brunkes „Hölderlin-Spoken-Word-Band“
Im Hinblick auf Friedrich Hölderlins 250. Geburtstag im Jahr 2020 grĂŒndet sich in Stuttgart derzeit um
den Slampoeten Timo Brunke die „Hölderlin-Spoken-Word-Band“.
Das KĂŒnstlerquartett will den Hölderlin‘schen Versen ein neues Soundkleid verpassen, mit dem Ziel,
die Sprache Hölderlins vollmundig zum BlĂŒhen zu bringen. „Jazz und Literatur“ oder „Poesie und
Klassik“ war gestern: die drei Musiker und der Performance-Autor fahnden mit dem Reclam-Heft in
HÀnden nach den Verquickungen von Sprache und Musik, die in Hölderlins Dichtung bereits angelegt
sind.
In der Auseinandersetzung mit Hölderlins Lyrik entsteht eine neue Ausdrucksform. Wir nennen sie
„Spoken-Word-Jazz“. Dieser musikalisch-poetische Gesamtstil trĂ€gt die Metren, Rythmen und
LautklĂ€nge Hölderlins in einen fein austarierten Dialog hinein mit unserem heutigen Empfinden fĂŒr
LĂ€nge und KĂŒrze, Ernst und Erhabenheit, HochgefĂŒhl und Ratlosigkeit. Die vier KĂŒnstler, von denen
drei in Stuttgart leben, wollen mit ihrem sprechmusikalischen Start-up das DaseinsgefĂŒhl der
kommenden Zwanziger-Jahre mit dem substantiellen Ton eines noch gÀnzlich unverbrauchten
Klassikers sÀttigen.
Die Kernfrage Hölderlins – was ist der Mensch angesichts des ĂŒbermĂ€chtigen Wandels der
Geschichte? – drĂ€ngt uns, Hölderlins Texte so intensiv, so existentiell und so nah wie möglich
aufzufĂŒhren.
Mit heutigem musikalischem SpĂŒrsinn, geschult an klassischer Musik, Jazz und improvisierter Musik
werden Boris Kischkat/(E-)Gitarre, Andreas Krennerich/Saxophone und Peter Perfido/Schlagzeug und
Percussion mit Timo Brunkes slampoetischer Vortragsweise interagieren. So klar, sinnlich und frisch
wie möglich Hölderlin begegnen zu können – dafĂŒr steht die Hölderlin-Spoken-Word-Band!

ATOMOX in Leonberg

ATOMOX

 

Kay Zhang (AUS) – electronics, saxophoneChi Him Chik (HKG) – electronics, saxophone

Nikola Lutz (D) – electronics, saxophone

Saxofone und multimediale KunstansĂ€tze verhalten sich zueinander wie der Atomkern zum Elektron – man findet sie hĂ€ufig im Verbund. So jedenfalls scheint es wenn man die Konstellation von ATOMOX betrachtet, mit der jungen Musikerin und Kuratorin Kay Zhang aus Australien, dem Saxofonisten und Programmierer Chi Him Chik aus Hongkong und Nikola Lutz. Alle drei haben sich einem Instrumentarium aus Saxofonen und elektronischen Klangerzeugern sowie musikalischen Formen zwischen Komposition und Improvisation verschrieben. Wie das Elektron gerne einmal den Atomkern wechselt und sich zu anderen Seiten hin verbindet, erprobt das Trio Aspekte desselben instrumentalen Organismus aus Elektronik und Saxofonen im Spiegel sehr unterschiedlicher kultureller HintergrĂŒnde. Schillernde Legierungen wechseln mit flĂŒchtigen Verbindungen, akustischen AusfĂ€llungen und musikalischen Kettenreaktionen – ein weltumspannender Schmetterlingseffekt, der im Saxofon verborgen lag, entfaltet seine Metamorphosen.

ATOMOX
Konzertreihe „out of the box“
Rathauskonzerte Leonberg
24.01.2020
19:30

Kay Zhang engagiert sich als Musikerin sehr fĂŒr Kammermusik und interdisziplinĂ€re Projekte. Sie ist GrĂŒndungsmitglied der Ensembles du Bout du Monde, Kollektiv Totem und Duo Megaphon. Kay arbeitet erfolgreich an Projektentwicklungen mit Komponisten und Kollaborationen mit anderen Kunstdisziplinen. Sie hat großes Interesse an visueller Kommunikation, integriert soziale Meme in ihrer Arbeit und kuratiert viele verschiedene Projekte und Plattformen auf der ganzen Welt. Sie erhielt ihre Ausbildung in Australien und vertiefte ihre Praxis in Frankreich, Hong Kong und der Schweiz. Kay hat großes Interesse an kulturĂŒbergreifender, politischer IdentitĂ€t, menschlichen Genderrechten und -umwelten. Sie widmet sich der Fokussierung und Erweiterung ihrer Forschung und ihres Wissens ĂŒber ihr Instrument, zielt aber auch darauf ab, die Grenzen von AuffĂŒhrungserfahrungen durch soziale und multimediale, kuratorische und kulturwissenschaftliche Studien zu erweitern.

Chi Him Chik ist ein multidisziplinĂ€rer KĂŒnstler aus Hong Kong, der auf den Gebieten Computerkunst, Video, Freie Improvisation, Komposition und Saxofon tĂ€tig ist. Chi Him studierte in den USA an der Bowling Green State University sowie der University of Missouri Saxofon und vervollstĂ€ndigt seine Ausbildung aktuell an der Hochschule fĂŒr Musik Basel im Rahmen eines Master Kursus fĂŒr Specialised Musical Performance / Improvisation. Er ist mehrfacher PreistrĂ€ger der Douglas Wayland Chamber Music Competition sowie PreistrĂ€ger der 48th Annual Bowling Green State University Competition in Music Performance und der 55th Anal Lima Symphony Orchestra Young Artists Competition. Er brachte Werke von Komponisten wie Dai Fujikura (J), Chen Yi (China), Mikel Kuehn (USA), James Mobberley (USA) und Narong Prangcharoen (Thailand) zur UrauffĂŒhrung und trat in Europa, China und den USA in wichtigen Festivals wie dem Weltsaxofonkongresss oder den DarmstĂ€dter Ferienkursen fĂŒr Neue Musik auf.

Prof. Nikola Lutz ist Saxofonistin, KlangkĂŒnstlerin und Bildende KĂŒnstlerin. Mit grafischen Arbeiten und Vinylobjekten, die im Zwischenraum zwischen Bildender Kunst und klanglich nutzbaren Objekten entstehen, erforscht sie seit 2006 das VerhĂ€ltnis von visueller zu auditiver Wahrnehmung. Diese Werkreihe wurde in Gruppen- und Einzelausstellungen an Orten wie Kunstmuseum Stuttgart oder Galerie Henn gezeigt. Nikola Lutz ist eine profilierte Spielerin Neuer und experimenteller Musik und hat an der HMDK Stuttgart seit 2017 eine Honorarprofessur fĂŒr klassisches Saxofon inne. Tourneen mit klassischer und experimenteller Musik fĂŒhrten sie durch die Nord- und SĂŒdamerika, China, Russland und europĂ€ische LĂ€nder. Als Komponistin gilt ihr Interesse der Elektronik und der Konzeptimprovisation, zuletzt realisierte sie die abendfĂŒllende Multimedia-performance foco_2018 fĂŒr den Deutschlandfunk. Als MitgrĂŒnderin und 1. Vorsitzende des „Stuttgarter Kollektivs fĂŒr aktuelle Musik“ engagiert sie sich in der Region Stuttgart fĂŒr die Förderung der Neuen Musik.

 

Frank Paul Schubert Saxophon Solo

January 27th, Berlin, Rosa-Luxemburg-Stiftung
Vernissage „Stolpersteine“
Frank Paul Schubert – saxophone solo

hölderlin-spoken-word-band in Speyer

Hölderlin 2020 – mit Timo Brunkes „Hölderlin-Spoken-Word-Band“
Im Hinblick auf Friedrich Hölderlins 250. Geburtstag im Jahr 2020 grĂŒndet sich in Stuttgart derzeit um
den Slampoeten Timo Brunke die „Hölderlin-Spoken-Word-Band“.
Das KĂŒnstlerquartett will den Hölderlin‘schen Versen ein neues Soundkleid verpassen, mit dem Ziel,
die Sprache Hölderlins vollmundig zum BlĂŒhen zu bringen. „Jazz und Literatur“ oder „Poesie und
Klassik“ war gestern: die drei Musiker und der Performance-Autor fahnden mit dem Reclam-Heft in
HÀnden nach den Verquickungen von Sprache und Musik, die in Hölderlins Dichtung bereits angelegt
sind.
In der Auseinandersetzung mit Hölderlins Lyrik entsteht eine neue Ausdrucksform. Wir nennen sie
„Spoken-Word-Jazz“. Dieser musikalisch-poetische Gesamtstil trĂ€gt die Metren, Rythmen und
LautklĂ€nge Hölderlins in einen fein austarierten Dialog hinein mit unserem heutigen Empfinden fĂŒr
LĂ€nge und KĂŒrze, Ernst und Erhabenheit, HochgefĂŒhl und Ratlosigkeit. Die vier KĂŒnstler, von denen
drei in Stuttgart leben, wollen mit ihrem sprechmusikalischen Start-up das DaseinsgefĂŒhl der
kommenden Zwanziger-Jahre mit dem substantiellen Ton eines noch gÀnzlich unverbrauchten
Klassikers sÀttigen.
Die Kernfrage Hölderlins – was ist der Mensch angesichts des ĂŒbermĂ€chtigen Wandels der
Geschichte? – drĂ€ngt uns, Hölderlins Texte so intensiv, so existentiell und so nah wie möglich
aufzufĂŒhren.
Mit heutigem musikalischem SpĂŒrsinn, geschult an klassischer Musik, Jazz und improvisierter Musik
werden Boris Kischkat/(E-)Gitarre, Andreas Krennerich/Saxophone und Peter Perfido/Schlagzeug und
Percussion mit Timo Brunkes slampoetischer Vortragsweise interagieren. So klar, sinnlich und frisch
wie möglich Hölderlin begegnen zu können – dafĂŒr steht die Hölderlin-Spoken-Word-Band!Donnerstag

 

undertone project in Freiberg

Undertone Project

feat. Andreas Krennerich + Dirk- Peter Kölsch

 Die Im, -In, -Um + Auslieder (nach Bildern von Walter Bernstein )

  • Andreas Krennerich – Bariton-, Sopran- u. Sopranino-Saxophon

  • Dirk-Peter Kölsch–Schlagwerk

  • Martin Schmiddi Schmidt–Mandoline

  • Christof Thewes – Posaune, Komposition



Vor mehreren Jahren entdeckte die Kunsthistorikerin Ingenborg Besch die Bilder des Schiffweiler Malers Walter Bernstein (1901-1981) und stellte sie in einer grĂ¶ĂŸeren Ausstellung im Saarland vor.

Von den Bilder des quasi vergessenen KĂŒnstlers , die sich inhaltlich auch mit der Schwerindustrie des Saarlandes – EisenhĂŒtten und Bergwerken und deren Arbeiter- beschĂ€ftigten zu tiefst beeindruckt hat der Komponist Christof Thewes einen Liederzyklus – “Die Im ,-In,-Um+Auslieder “ – geschrieben, der von diesen Bildern inspiriert ist. Interpretiert wird die Musik von der Gruppe Undertone Project.

Parallel zur Musik+ in einer besonderen Dramaturgie werden die Bilder von Walter Bernstein an die Wand projeziert und erzĂ€hlen mit der Musik eine ganz eigene ,“menschliche“ Geschichte der Schwerindustrie , ein multimediales Kunsterlebnis , das Intellekt wie Herz anspricht, in seiner historischen wie kĂŒnstlerischen Sicht einen neuen Blick auf diese Zeit wirft .In einer Kurzfassung im Sommer letzten Jahres in Germersheim und in Heiligenwald in einem Doppelkonzert vorgestellt, wurde die Musik begeistert aufgenommen und soll jetzt komplett mit allen Titeln und allen Bildern aufgefĂŒhrt werden.

 Walter Bernstein (1901 – 1981)

Dr. Ingeborg Besch–Kunsthistorikerin

Walter Bernstein wuchs in Neunkirchen als Sohn eines Baumeisters der BĂŒrgermeisterei auf. Er hatte als Kind und Jugendlicher den Wunsch KĂŒnstler zu werden, beugte sich jedoch zunĂ€chst der vĂ€terlichen Anordnung und erlernte einen ordentlichen Beruf. Anstreicher und Malermeister sollte es werden. Seine Wanderjahre fĂŒhrten ihn nach NĂŒrnberg, wo er die eigene Laufbahn begann. Er studierte nach der GesellenprĂŒfung drei Jahre an der Kunstgewerbeschule von 1923 bis 1926. Aber es zog den intensiven Arbeiter weiter in die Hauptstadt der KĂŒnstle nach Berlin. 1926 bis 1934 studiert er freie Kunst und wird MeisterschĂŒler bei Hans Meid. Sein Leben hatte mit Erfolgen und erstem EheglĂŒck bereits eine Form, die durch den Tod der jungen Frau und seinen Auszug an die Front jĂ€h zerschlagen wurde.Einer, der den Tanz und das Theater liebte, KĂ€the Kollwitz und Max Slevogt verehrte, den Matthias Claudius und Bertolt Brecht inspirierten, der nach Shakespeares Hamlet und nach Fidelio von Ludwig van Beethoven zeichnete, der im gleichen Haus wie Walter Benjamin in der damaligen Nettelbeckstraße 24, Berlin Charlottenburg wohnte, der kehrt nach sechs Jahren des Umherirrens in den Wirren des Krieges in seine Heimat an die Saar zurĂŒck.

Die wenigen Zeugnisse der Vorkriegsarbeit machen deutlich, dass Bernstein bei seinen bereits entwickelten Themen bleibt. Die Landschaft der neuen alten Heimat wird allerdings nicht von Seen, sondern von HĂŒtten- und Grubenanlagen, von FördertĂŒrmen und Halden geformt. Er nimmt seine Aufgaben ernst und das Leben nimmt ihn ernst. Menschen in Leid und Not werden ihm wichtige Themen, wie die Vertriebenen ohne Heimkehr der Zypernkrise 1974. Zu Hause ist es das Leid des einzigen Sohnes, dessen „Heimkehr“ unerbittlich nĂ€her rĂŒckt. Michael stirbt mit 32 Jahren, drei Monate vor seinem Vater.

undertone project in Alt-Hoheneck

Undertone Project

feat. Andreas Krennerich + Dirk- Peter Kölsch

 Die Im, -In, -Um + Auslieder (nach Bildern von Walter Bernstein )

  • Andreas Krennerich – Bariton-, Sopran- u. Sopranino-Saxophon

  • Dirk-Peter Kölsch–Schlagwerk

  • Martin Schmiddi Schmidt–Mandoline

  • Christof Thewes – Posaune, Komposition



Vor mehreren Jahren entdeckte die Kunsthistorikerin Ingenborg Besch die Bilder des Schiffweiler Malers Walter Bernstein (1901-1981) und stellte sie in einer grĂ¶ĂŸeren Ausstellung im Saarland vor.

Von den Bilder des quasi vergessenen KĂŒnstlers , die sich inhaltlich auch mit der Schwerindustrie des Saarlandes – EisenhĂŒtten und Bergwerken und deren Arbeiter- beschĂ€ftigten zu tiefst beeindruckt hat der Komponist Christof Thewes einen Liederzyklus – “Die Im ,-In,-Um+Auslieder “ – geschrieben, der von diesen Bildern inspiriert ist. Interpretiert wird die Musik von der Gruppe Undertone Project.

Parallel zur Musik+ in einer besonderen Dramaturgie werden die Bilder von Walter Bernstein an die Wand projeziert und erzĂ€hlen mit der Musik eine ganz eigene ,“menschliche“ Geschichte der Schwerindustrie , ein multimediales Kunsterlebnis , das Intellekt wie Herz anspricht, in seiner historischen wie kĂŒnstlerischen Sicht einen neuen Blick auf diese Zeit wirft .In einer Kurzfassung im Sommer letzten Jahres in Germersheim und in Heiligenwald in einem Doppelkonzert vorgestellt, wurde die Musik begeistert aufgenommen und soll jetzt komplett mit allen Titeln und allen Bildern aufgefĂŒhrt werden.

 Walter Bernstein (1901 – 1981)

Dr. Ingeborg Besch–Kunsthistorikerin

Walter Bernstein wuchs in Neunkirchen als Sohn eines Baumeisters der BĂŒrgermeisterei auf. Er hatte als Kind und Jugendlicher den Wunsch KĂŒnstler zu werden, beugte sich jedoch zunĂ€chst der vĂ€terlichen Anordnung und erlernte einen ordentlichen Beruf. Anstreicher und Malermeister sollte es werden. Seine Wanderjahre fĂŒhrten ihn nach NĂŒrnberg, wo er die eigene Laufbahn begann. Er studierte nach der GesellenprĂŒfung drei Jahre an der Kunstgewerbeschule von 1923 bis 1926. Aber es zog den intensiven Arbeiter weiter in die Hauptstadt der KĂŒnstle nach Berlin. 1926 bis 1934 studiert er freie Kunst und wird MeisterschĂŒler bei Hans Meid. Sein Leben hatte mit Erfolgen und erstem EheglĂŒck bereits eine Form, die durch den Tod der jungen Frau und seinen Auszug an die Front jĂ€h zerschlagen wurde.Einer, der den Tanz und das Theater liebte, KĂ€the Kollwitz und Max Slevogt verehrte, den Matthias Claudius und Bertolt Brecht inspirierten, der nach Shakespeares Hamlet und nach Fidelio von Ludwig van Beethoven zeichnete, der im gleichen Haus wie Walter Benjamin in der damaligen Nettelbeckstraße 24, Berlin Charlottenburg wohnte, der kehrt nach sechs Jahren des Umherirrens in den Wirren des Krieges in seine Heimat an die Saar zurĂŒck.

Die wenigen Zeugnisse der Vorkriegsarbeit machen deutlich, dass Bernstein bei seinen bereits entwickelten Themen bleibt. Die Landschaft der neuen alten Heimat wird allerdings nicht von Seen, sondern von HĂŒtten- und Grubenanlagen, von FördertĂŒrmen und Halden geformt. Er nimmt seine Aufgaben ernst und das Leben nimmt ihn ernst. Menschen in Leid und Not werden ihm wichtige Themen, wie die Vertriebenen ohne Heimkehr der Zypernkrise 1974. Zu Hause ist es das Leid des einzigen Sohnes, dessen „Heimkehr“ unerbittlich nĂ€her rĂŒckt. Michael stirbt mit 32 Jahren, drei Monate vor seinem Vater.

undertone project in Germersheim

Undertone Project

feat. Andreas Krennerich + Dirk- Peter Kölsch

Die Im, -In, -Um + Auslieder (nach Bildern von Walter Bernstein )

  • Andreas Krennerich – Bariton-, Sopran- u. Sopranino-Saxophon

  • Dirk-Peter Kölsch–Schlagwerk

  • Martin Schmiddi Schmidt–Mandoline

  • Christof Thewes – Posaune, Komposition



Vor mehreren Jahren entdeckte die Kunsthistorikerin Ingenborg Besch die Bilder des Schiffweiler Malers Walter Bernstein (1901-1981) und stellte sie in einer grĂ¶ĂŸeren Ausstellung im Saarland vor.

Von den Bilder des quasi vergessenen KĂŒnstlers , die sich inhaltlich auch mit der Schwerindustrie des Saarlandes – EisenhĂŒtten und Bergwerken und deren Arbeiter- beschĂ€ftigten zu tiefst beeindruckt hat der Komponist Christof Thewes einen Liederzyklus – “Die Im ,-In,-Um+Auslieder “ – geschrieben, der von diesen Bildern inspiriert ist. Interpretiert wird die Musik von der Gruppe Undertone Project.

Parallel zur Musik+ in einer besonderen Dramaturgie werden die Bilder von Walter Bernstein an die Wand projeziert und erzĂ€hlen mit der Musik eine ganz eigene ,“menschliche“ Geschichte der Schwerindustrie , ein multimediales Kunsterlebnis , das Intellekt wie Herz anspricht, in seiner historischen wie kĂŒnstlerischen Sicht einen neuen Blick auf diese Zeit wirft .In einer Kurzfassung im Sommer letzten Jahres in Germersheim und in Heiligenwald in einem Doppelkonzert vorgestellt, wurde die Musik begeistert aufgenommen und soll jetzt komplett mit allen Titeln und allen Bildern aufgefĂŒhrt werden.

 Walter Bernstein (1901 – 1981)

Dr. Ingeborg Besch–Kunsthistorikerin

Walter Bernstein wuchs in Neunkirchen als Sohn eines Baumeisters der BĂŒrgermeisterei auf. Er hatte als Kind und Jugendlicher den Wunsch KĂŒnstler zu werden, beugte sich jedoch zunĂ€chst der vĂ€terlichen Anordnung und erlernte einen ordentlichen Beruf. Anstreicher und Malermeister sollte es werden. Seine Wanderjahre fĂŒhrten ihn nach NĂŒrnberg, wo er die eigene Laufbahn begann. Er studierte nach der GesellenprĂŒfung drei Jahre an der Kunstgewerbeschule von 1923 bis 1926. Aber es zog den intensiven Arbeiter weiter in die Hauptstadt der KĂŒnstle nach Berlin. 1926 bis 1934 studiert er freie Kunst und wird MeisterschĂŒler bei Hans Meid. Sein Leben hatte mit Erfolgen und erstem EheglĂŒck bereits eine Form, die durch den Tod der jungen Frau und seinen Auszug an die Front jĂ€h zerschlagen wurde.Einer, der den Tanz und das Theater liebte, KĂ€the Kollwitz und Max Slevogt verehrte, den Matthias Claudius und Bertolt Brecht inspirierten, der nach Shakespeares Hamlet und nach Fidelio von Ludwig van Beethoven zeichnete, der im gleichen Haus wie Walter Benjamin in der damaligen Nettelbeckstraße 24, Berlin Charlottenburg wohnte, der kehrt nach sechs Jahren des Umherirrens in den Wirren des Krieges in seine Heimat an die Saar zurĂŒck.

Die wenigen Zeugnisse der Vorkriegsarbeit machen deutlich, dass Bernstein bei seinen bereits entwickelten Themen bleibt. Die Landschaft der neuen alten Heimat wird allerdings nicht von Seen, sondern von HĂŒtten- und Grubenanlagen, von FördertĂŒrmen und Halden geformt. Er nimmt seine Aufgaben ernst und das Leben nimmt ihn ernst. Menschen in Leid und Not werden ihm wichtige Themen, wie die Vertriebenen ohne Heimkehr der Zypernkrise 1974. Zu Hause ist es das Leid des einzigen Sohnes, dessen „Heimkehr“ unerbittlich nĂ€her rĂŒckt. Michael stirbt mit 32 Jahren, drei Monate vor seinem Vater.

GRID MESH in Darmstadt

February 14th, Darmstadt
G R I D   M E S H
Andreas Willers – electric guitar, devices
Frank Paul Schubert – saxophone
Willi Kellers – drums, percussion
Christof Thewes – trombone

GRID MESH im Spielraum Heiligenwald

February 15th, Heiligenwald (Saarland), Spielraum
G R I D   M E S H
Andreas Willers – electric guitar, devices
Frank Paul Schubert – saxophone
Willi Kellers – drums, percussion
Christof Thewes – trombone

heartbeat featuring Winnie BrĂŒckner im Spielboden

Herbert Walser- Trompete, Horn, Electronics
Andreas Krennerich- Saxophone
Florian King- Bass, Electronics
Christian Krischkowsky- Drums, Percussion
Winnie Brückner- Vocals, Electronics

Zum 8 jĂ€hrigem Bestehen der Band und dem fulminanten Debüt- Konzert im Spielboden geht HEARTBEAT neue Wege. Schon immer war das Konzept geprĂ€gt von grĂ¶ĂŸtmöglicher Offenheit gegenüber Genres: European Jazz, Avantgarde, ECM Lyric, streng komponiert, frei improvisiert- alles ist möglich und wird durch den unverwechselbaren Sound der 4 Musiker zusammengehalten. Nun steigt noch die Berliner SĂ€ngerin WINNIE BRÜCKNER mit ein. Zuletzt (mit Herbert Walser und Florian King) zu hören mit Concerto Stella Matutina und dem
atemberaubenden Barock Cross Over Programm „ Nuove Invenzioni“ ist sie gleichzeitig in Jazz, Pop und Barockmusik zuhause, improvisiert ebenso souverĂ€n wie ein BlĂ€ser, immer klar und unprĂ€tentiös, der Musik hingegeben. Eine ideale Erweiterung des intensiven und bewegenden Sounds von HEARTBEAT.

www.winniebrueckner.de

www.florianking.de

>Linie versus FlÀche < bonnet/mandel/krennerich im WKV Stuttgart

„LINIE VERSUS FLÄCHE“

Performative Raumzeichnung mit Stimme ,Saxophon , Material

Vierecksaal WĂŒrrtembergischer Kunstverein Stuttgart, 9.9.2015, 20:30 Uhr

Schlossplatz 2 , 70173 Stuttgart

Die KĂŒnstlerin Josephine Bonnet und das Musiker-Duo Andreas Krennerich und Anna Mandel werden mit den Mitteln der Stimme, der Tonerzeugung verschiedener
Saxophone und dem Gestus unterschiedlicher Materialien, den Vierecksaal bespielen. Es wird eine neue Komposition geschaffen, die mit sehr reduzierten und
klaren Strukturen arbeitet. Weiß, schwarz, Linie versus FlĂ€che, Bewegung als Zeichnung im Raum. Die KĂŒnstler improvisieren, alles ist offen, nur das Material, das von
Josephine Bonnet verwendet wird, die Instrumente von Andreas Krennerich und die Stimme von Anna Mandel werden vorgegeben.

 

im Rahmen von:  AKTIONSRAUM Ausstellung der KĂŒnstlermitglieder 2015 Session I: 28.–29. August 2015 Session II: 8.–12. September 2015 Die diesjĂ€hrige Ausstellung der KĂŒnstlermitglieder des WĂŒrttembergischen Kunstvereins stellt die Kunstform der Performance ins Zentrum des Geschehens. Programm: http://www.wkv-stuttgart.de/programm/2015/ausstellungen/aktionsraum